Linsen, Bohnen, Erbsen Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte zählen seit jeher zu den Grundnahrungsmitteln, heute erleben sie einen Aufschwung durch das Thema gesunde Ernährung. Ein Überblick.

Donnerstag, 17. November 2011 - Warenkunden
Heidrun Mittler
Artikelbild Hülsenfrüchte
Bildquelle: Mu00fcllers Mu00fchle

Inhaltsübersicht

Ein deftiger Linsen- oder Bohneneintopf galt früher oft als Arme-Leute-Essen. Das ist vorbei: Hülsenfrüchte sind wieder im Trend – und das nicht nur als Eintopf in der kalten Jahreszeit. Die getrockneten, aber ansonsten naturbelassenen Früchte haben eine Renaissance durch das Thema gesunde Ernährung erlebt. Außerdem nutzen Bio-Konsumenten und Vegetarier Hülsenfrüchte gern als „Fleisch-Ersatz“. Diese gelten nicht nur als gesund, darüber hinaus sind sie preiswert – was kein Gegenargument für ihren Einsatz in der gehobenen Küche ist. Selbst in Haute-Cuisine-Gerichten finden Linsen und Co. Verwendung, ebenso wie in vielen nicht-deutschen Küchen (wie der türkischen, asiatischen, marokkanischen oder mexikanischen).

Hülsenfrüchte tragen ihren Namen, weil ihre Samen in Hülsen bzw. Schoten reifen, die vollreif geerntet werden. Die Pflanzen heißen botanisch Leguminosen, ein Sammelbegriff für die Familie der Schmetterlingsblütler. Heute erfolgt der gewerbsmäßige Anbau in vielen Ländern, allerdings aus klimatischen und wirtschaftlichen Gründen kaum in Deutschland.

Bei Leguminosen handelt es sich um strauch- oder buschartige Gewächse. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, die Ernte im Herbst. Mit Hilfe eines Mähdreschers werden die Hülsenfrüchte geschnitten, gedroschen und vorgereinigt, dann erfolgt der Transport zu den Verarbeitungsbetrieben. Hier schließt sich eine gründliche Reinigung an, bei der Steine, Stängel, Schalen, Sand usw. entfernt und die Oberflächen poliert werden. Nach einer Qualitätskontrolle folgen Verpackung und Versand. Der Markt teilt sich grob in drei Bereiche auf, mit zahlreichen Sorten, die hier kurz beschrieben werden.