Warenverkaufskunde Speiseeis - WVK Speiseeis: Teil 3

Bei Speiseeis steht vor allem der Genuss im Vordergrund. Doch die Verbraucher wollen mehr: Lifestyle und bewusste Ernährung sind angesagt. Welche Eissorten mit besonderen Eigenschaften im Sortiment sind und was diese auszeichnet, darüber informiert diese Warenverkaufskunde.

Donnerstag, 22. März 2018 - Warenkunden
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Bildquelle: Getty Images, Mirco Moskopp

Inhaltsübersicht

Eiskalt vermarkten

In letzter Zeit drängen immer mehr Eissorten mit Zusatznutzen in die Tiefkühltruhen. Da stellt sich die Frage: Wo platziert man sie, und wie macht man sie den Kunden schmackhaft?

Ordnung, Übersicht und Sauberkeit sind wichtige Kriterien in der TK-Abteilung. Das gilt auch für die Kategorie Speiseeis. Am besten zeigen zum Beispiel Deckenhänger, wo der Kunde diese Genussartikel findet. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Speiseeis nach Produktgruppen im Markenblock anzuordnen. Innerhalb der Marken sollten ähnliche Sorten nebeneinander platziert sein.

Doch wo platziert man laktosefreies, veganes Eis, Frozen Yoghurt ect.? Das hängt unter anderem von der Marktgröße, der Kundenstruktur und dem Speiseeissortiment im Markt ab. Sofern in einer TK-Abteilung separate Sparten für vegane, laktosefreie und Bio-TK-Produkte eingerichtet sind, kann man hier zum Beispiel die entsprechenden Eissorten platzieren. Entscheidet sich der Händler für die klassische Platzierung im Markenblock, sollten aufmerksamkeitsstarke Regalschieber und Wobbler in der Preisschildleiste mit dem Hinweis „laktosefrei“, „vegan“ oder „proteinreich“ auf diese besonderen Eigenschaften hinweisen.

Wer den Verkauf von Speiseeis ankurbeln möchte, kann mit Aktionen, Themenwochen („Vegane Woche“, „Bewusst genießen“), Verbundplatzierungen (etwa: Frozen Yoghurt mit diversen Toppings), Verkostungen am PoS auf den Zusatznutzen der Produkte und ihre Verwendungsmöglichkeiten aufmerksam machen. Rezeptvorschläge für Eis-Desserts, Kombinationen von Eis mit Kuchen und Waffeln sowie fruchtige oder schokoladige Eis-Shakes kommen bei den Kunden immer gut an.

Allergene im Eis?

Die 14 Allergene, die am häufigsten Allergien auslösen, müssen im Zutatenverzeichnis aufgeführt werden. Für Speiseeis sind folgende allergene Lebensmittel und daraus gewonnene Erzeugnisse relevant:

  • glutenhaltiges Getreide (z. B. Weizen, Dinkel, Gerste, Roggen, Hafer)
  • Eier
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Milch (einschließlich Laktose)
  • Schalenfrüchte (Mandeln, Nüsse, Pistazien)
  • Sesamsamen
  • Lupinen

Diese Kennzeichnung ist auch für Verbraucher interessant, die auf Produkte mit diesen Zutaten verzichten möchten. Ein Blick auf die Verpackung verrät, ob diese Zutaten enthalten sind.

Verbraucher-Info
Die ideale Lagertemperatur für Speiseeis beträgt im Tiefkühlmöbel mindestens minus 18 Grad C. Das Ein-Stern-Gefrierfach (minus 6 Grad C) eignet sich nur für eine Lagerung über wenige Stunden. Wichtig ist, dass die Kühlkette möglichst nicht unterbrochen wird. Idealerweise findet der Kunde in der TK-Abteilung TK-Taschen (vor allem im Sommer!) für den Transport nach Hause.

Nach dem Portionieren sollte man die Eis-Verpackung gut verschließen und sofort wieder in den Tiefkühlschrank stellen. Ist das Eis komplett aufgetaut, kann man es nicht mehr einfrieren, da sich die Struktur des Eis verändert. Eis mit abgelaufenem MHD sollte man nicht direkt wegwerfen, sondern es vor dem Verzehr auf Aussehen, Konsistenz und Geruch prüfen.

Wissen checken

Wer aufmerksam gelesen hat, kann die folgenden Fragen beantworten.

Die Warenverkaufskunde erscheint regelmäßig als Sonderteil im Magazin Lebensmittel Praxis. Wir danken dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), Froneri Schöller, Genuport Trade GmbH und Promayro Food GmbH für den fachlichen Rat und das zur Verfügung gestellte Material.