Genuss aus dem Kühlregal Gekühlte Desserts - Spezialitäten

Ob Pudding, Quark-Dessert oder Rote Grütze, bei gekühlten Desserts sind der Vielfalt kaum Grenzen gesetzt. Nach welchen Kriterien sie gegliedert werden und wie sie hergestellt werden, lesen Sie in dieser Warenverkaufskunde.

Donnerstag, 13. Januar 2011, 23:00 Uhr
Hedda Thielking
Artikelbild Gekühlte Desserts - Spezialitäten
Gekühlte Desserts
Bildquelle: Belz
Vla

Vla ist eine niederländische Dessertspezialität, die auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Es ist aber kein Pudding. Vla wird nämlich nicht gekocht, sondern erhitzt. Während des Erhitzungsvorgangs wird der frischen Milch eine Maismehlstärke zugefügt, die dem Vla seine spezielle Cremigkeit verleiht. Während Pudding mit Sahne angereichert werden kann, enthält Vla grundsätzlich keine Sahne.

Spezialitäten

Tiramisu und Panna Cotta gehören zu den italienischen Dessert-Spezialitäten. Tiramisu besteht aus einer Bisquitschicht und Mascarpone-Schichtkäse. Panna Cotta heißt übersetzt „gekochte Sahne".

Fermentierte/gesäuerte Desserts

Bei Fruchtjoghurt, Buttermilch-Dessert und Sahne-Kefir handelt es sich um fermentierte Erzeugnisse. Für die Herstellung von Buttermilch-Dessert wird zunächst der Fettgehalt der Buttermilch eingestellt. Danach gibt man weitere Zutaten wie Zucker hinzu. Nun wird dieses Gemisch homogenisiert und pasteurisiert. Beim Pasteurisieren erhitzt man die Buttermilch kurz, um Krankheitserreger abzutöten. Nach dem Abkühlen auf 36 bis 42° C folgt das Beimpfen der „Buttermilch" mit Milchsäurebakterien. Während der Fermentation bauen die Bakterien den Milchzucker zu Milchsäure ab. Durch den höheren Säuregehalt gerinnt das Milcheiweiß, und die Milch wird „dickgelegt". Anschließend wird das Produkt gekühlt und glattgezogen. Kurz vor dem Abfüllen werden geschmacksgebende Komponenten wie Früchte eingemischt oder das Dessert wird mit Früchten unterlegt.

Quark-Desserts

Quark fällt in die Kategorie Frischkäse und wird wie folgt zubereitet: Pasteurisierte Magermilch wird mit Lab dickgelegt und gleichzeitig mit Milchsäurebakterien angesäuert. Lab ist ein Enzym. Es bewirkt, dass das Milcheiweiß ausflockt. Gleichzeitig entsteht Molke, die mittels Separation abgeschieden wird. Damit der Quark den gewünschten Fettgehalt bekommt, wird gegebenenfalls Sahne zugesetzt. Eine lockere Konsistenz bekommt der Quark durch das Aufschlagen mit Luft oder Stickstoff. Je nach Produkt mischt man den Quark mit Früchten oder unterlegt das Dessert mit einer Fruchtzubereitung. Alternativ wird das Dessert auch mit Schokoraspeln, -bällen, Kuchenstückchen oder Müslizubereitungen verfeinert.

Wasserbasierte Desserts

Für Wackelpudding bzw. Götterspeise wird Wasser mit Zucker, Säuerungsmitteln, Farbstoffen, Aroma und Verdickungsmittel gemischt. Beim Kochen lösen sich die Verdickungsmittel. Götterspeise wird heiß und flüssig abgefüllt, beim Abkühlen bildet sich eine stichfeste Konsistenz.

Fruchtgrützen

Fruchtgrützen sind Fruchtzubereitungen aus mehreren Fruchtarten. Sie werden entsprechend der verwendeten Früchte (z.B. Waldfrucht-Grütze) oder entsprechend ihrer jeweiligen Farbe (z.B. Rote Grütze) in Verkehr gebracht. Für Rote Grütze verwendet man überwiegend rote Früchte. Zur Herstellung von Fruchtgrützen werden frische oder tiefgefrorene Früchte mit Wasser, Zuckerarten und Verdickungsmitteln versetzt und erhitzt, abgefüllt, verschlossen und pasteurisiert. Der Fruchtanteil beträgt in der Regel mindestens 50 Prozent.

Bilder zum Artikel

Bild öffnen Gekühlte Desserts
Bild öffnen Götterspeise
Bild öffnen Mousse au Chocolat
Bild öffnen Milchreis
Bild öffnen Grießpudding
Bild öffnen Schokoladenpudding
Bild öffnen Panna Cotta
Bild öffnen Gekühlte Desserts platziert man häufig in übersichtlichen Markenblöcken.

Anzeige

analytica 2026

analytica: die ganze Welt des Labors

Die Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und die analytica conference vom 24. bis 27. März 2026 in München.
Mehr erfahren