Warenverkaufskunde Früchtetee - Seite 2

Früchtetees haben eine Magnetwirkung auf den Kunden. Er sucht das Teeregal und entscheidet vor Ort über die Sorte. Limette, Ingwer und Holunder sind aktuelle Geschmacksfavoriten.

Freitag, 25. September 2015 - Warenkunden
Dieter Druck
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Inhaltsübersicht

Früchtetee ist nach Kräutertee das zweitgrößte Marktsegment im Teeregal. Die Warengruppe Tee wird innerhalb des Heißgetränke-Sortiments – meist in unmittelbarer Nähe zum Kaffee – im Markt platziert. Der Supermarktkunde sucht die Warengruppe und damit das Teeregal und entscheidet dann vor Ort, welchen Tee er kauft. Der Händler sollte sich Gedanken über die Darstellung dieser Warengruppe machen. Denn eine übersichtliche Regal- und Warengruppenstruktur erleichtert den Tee-Einkauf: Zur Orientierung am Regal bevorzugt der Verbraucher Markenblöcke, die nach den Segmenten (zum Beispiel Schwarztee, Früchtetee) und Sortimenten (zum Beispiel Ländertees) strukturiert sein sollten. Sortimentsbezogen sind die beiden größten Segmente, Kräuter- und Früchtetees, die Wachstumstreiber.

Aromatisierte Früchtetees haben eine sehr gute Magnetwirkung auf den Tee-Käufer und sollten daher in mittlerer Regalhöhe, also in Griff- und Sichthöhe, platziert werden, um die Impulswirkung optimal zu nutzen. Eine Platzierung der Früchtetees zudem in räumlicher Nähe zu den aromatisierten Kräutertee-Mischungen, empfiehlt sich, um zusätzlich von deren Anziehungskraft auf die Verbraucher zu profitieren.

Regallücken sollten wie andernorts im Markt vermieden werden, da Tee als frequenzstarke Warengruppe für den Tee-Käufer zu den Pflichtwarengruppen im Markt zählt. Dazu sollten die Regale stets bis ganz hinten mit Ware aufgefüllt sein, sodass immer ausreichend Tee vorhanden ist. Wie bei anderen Produkten gilt der Grundsatz: first in – first out, also alte Ware zuerst verkaufen, neue hinten ins Regal einräumen. Die Ware sollte trocken, vor Wärme und Fremdgerüchen geschützt gelagert werden. So behalten die Produkte lange ihr spezifisches Aroma.

Das passende Mäntelchen

Teebeutel sind mit einem Absatzanteil von 90 Prozent die am stärksten nachgefragte Angebotsform für Tee in Deutschland. Im Lebensmittelhandel ist das Verhältnis sogar 96 zu 4 Prozent. Die Vorteile: Vielfalt, Convenience, eine genaue Dosierung bzw. Portionierung, volle Entfaltung des Geschmacks. Besonders wichtig ist eine Basis aus nachwachsenden Rohstoffen, die vor allem geschmacksneutral sein muss. Die Entscheidung, ob lose oder Beultelware im Einkaufskorb landet, das belegt eine Shopper-Studie der Ostfriesischen Tee Gesellschaft, ist schon vor dem Kaufakt gefallen. Beutel sind Schnelldreher, die gleichzeitig geeignet sind, die im Herbst zu registrierenden Vorratskäufe zu bedienen. Hier können auch entsprechende Promotions z. B. mit Sondergrößen Kaufimpulse setzen. 

Auch schon öfter zu finden, ist eine Früchteteeauswahl für die Zubereitung in Pad-Maschinen (z. B. Senseo) und Kapsel-Systeme. Sie werden meist im Block z. T. zusammen mit der jeweiligen Maschine platziert. In der Regel erreicht man damit jüngere, probier- und experimentierfreudige Konsumenten.

Die Warenverkaufskunde erscheint regelmäßig als Sonderteil im Magazin Lebensmittel Praxis. Wir danken der Ostfriesischen Tee Gesellschaft (OTG) für den fachlichen Rat und das zur Verfügung gestellte Bildmaterial.