EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki sieht sich in ihren Plänen für mehr regionale Zusammenarbeit bei der Festsetzung der Quoten bestätigt. Diskussionen im kleinen Kreis unmittelbar beteiligter Staaten könnten vermeiden helfen, dass die Fischquoten zur Verhandlungsmasse im Ringen um andere Aspekte der europäischen Agrarpolitik werden könnten, bestätigte ein Diplomat. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) zeigte sich zufrieden: „Die bisherigen, zum Teil drastischen Quotenkürzungen, die die Ostseefischer in der Vergangenheit vor allem beim westlichen Hering verkraften mussten, zahlen sich jetzt für sie aus." Tendenziell votierten die EU-Minister allerdings für größere Fangmengen als von der Kommission vorgeschlagen.
EU Fisch-Diplomatie
Die europäischen Ostsee-Anrainerstaaten Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Litauen, Lettland und Polen haben niedrigere Fangmengen für Dorsch angesetzt, als die EU-Kommission es vorgeschlagen hat. 20.043 t Dorsch dürfen Fischer 2013 in der westlichen Ostsee fangen - 6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Kommission hatte minus 2 Prozent vorgeschlagen.
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