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Studie Wie Deutsche Weihnachten erleben

Lebensmittel Praxis | 08. Dezember 2011

Das Online-Marktforschungsinstitut Marketagent.com und Comperis, Institut für psychologische Marktforschung, haben Mitglieder des ISO-zertifizierten Marketagent.com-Online-Access-Panels nach Ihren Gewohnheiten und Vorlieben rund um Weihnachten befragt.

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Im Fokus der Marktforscher waren dabei jene 92 Prozent der 1.001 Befragten, die angaben, Weihnachten zu feiern. Der typische Deutsche tut dies zu Hause unter einem echten Baum mit elektrischen Kerzen und genießt nach der Bescherung ein einfaches, aber klassisches Gericht.

63 Prozent der für diese Studie online Befragten berichten, dass sie an Heiligabend alljährlich ihr traditionelles Weihnachtsessen zu sich nehmen. Wer hier allerdings ein Gourmetmenü erwartet, hat sich gründlich getäuscht: Bei 37 Prozent stehen in der Heiligen Nacht Würstchen mit Kartoffelsalat auf dem Speiseplan. Abgeschlagen landen Geflügelgerichte (17 Prozent) und die typische Weihnachtsgans (13 Prozent) auf den Plätzen 2 und 3.

62 Prozent sind an Heiligabend zu Hause, feiern Kinder mit, sind es sogar 78 Prozent. 33 Prozent befinden sich zwar zum Fest in einem Privathaushalt, allerdings nicht im eigenen. Der Kirchgang gehört für ein knappes Drittel zum Heiligabend. Der Kern des Weihnachtsfestes ist für jeweils 90 Prozent die Bescherung und das Weihnachtsessen. In 28 von 100 deutschen Haushalten sucht man zum Fest vergeblich nach einem Weihnachtsbaum, in 18 findet man einen künstlichen und in 54 einen natürlichen Christbaum, für den im Durchschnitt 33 Euro ausgegeben werden. Beleuchtet wird die Tanne in den meisten Fällen mit elektrischen Lichterketten - nur 10 Prozent aller Weihnachtsbäume hierzulande werden mit echten Kerzen geschmückt. Diese bringen übrigens mehrheitlich die Frauen am Baum an (60 Prozent), während die Männer hingegen eher für den Kauf des guten Stücks zuständig sind (56 Prozent).

Durchschnittlich 244 Euro wollten die Befragten dieses Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Der Euro-Krise und wirtschaftlichen Zukunftsängsten zum Trotz ist dieser Betrag im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Für 57 Prozent ist Weihnachten ein Fest der Liebe, für 40 Prozent ist es dagegen zu einer rein kommerziellen Veranstaltung geworden, und nur für 24 Prozent ist es ein Fest mit hoher religiöser Bedeutung.