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Schönheits‐ und Haushaltspflege Hohe Nachfrage bei Seife und Waschmittel

Lebensmittel Praxis | 08. Dezember 2020
Schönheits‐ und Haushaltspflege: Hohe Nachfrage bei Seife und Waschmittel
Bildquelle: Getty Images

Der Umsatz mit Kosmetik‐ und Haushaltspflegemitteln in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr höher. Das ergab eine Hochrechnung des Industrieverbands Körperpflege‐ und Waschmittel.

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Im Corona-geprägten Jahr 2020 sind Handhygieneprodukte sowie Wasch‐, Spül- und Reinigungsmittel stark nachgefragt. Nach Hochrechnungen des Industrieverbands Körperpflege‐ und Waschmittel (IKW) beträgt der Gesamtwert der in Deutschland verkauften Schönheits‐ und Haushaltspflegeprodukte mehr als 19 Milliarden Euro. Das sind etwa 2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei bietet sich in beiden Sparten ein unterschiedliches Bild. Für Schönheitspflegeprodukte gaben Verbraucher 14 Milliarden Euro aus. Das entspricht mit einem Minus von 0,1 Prozent nahezu dem Vorjahreswert. Der Umsatz bei Haushaltspflegeprodukten stieg um etwa 9 Prozent auf mehr als 5 Milliarden Euro.

Händewaschen als eine der zentralen Hygienemaßnahmen beim Infektionsschutz sorgt für ein Umsatzwachstum von 77 Prozent bei Seifen und Syndets. Etwas stärker nachgefragt als im letzten Jahr sind auch Haarpflege (plus 2,5 Prozent), Mund‐ und Zahnpflegemittel (plus 2 Prozent) sowie Produkte zum Baden und Duschen (plus 1,4 Prozent). Rückläufig ist dagegen die Umsatzentwicklung bei dekorativer Kosmetik (minus 13 Prozent) oder Düften (minus 7 Prozent). Insgesamt liegt das Geschäft mit Schönheitspflegeprodukten auf dem Vorjahresniveau.

Demgegenüber verzeichnet die Haushaltspflegesparte ein Umsatzwachstum von 9 Prozent. Zu den Wachstumstreibern zählen Reinigungsmittel (plus 18 Prozent), Geschirrspülmittel (plus 15 Prozent), Raumdüfte (plus 13 Prozent) und Waschmittel (plus 5 Prozent). Das liegt daran, dass sich das Leben wegen der Corona-Pandemie stärker zu Hause abspielt. Entsprechend wird mehr in der eigenen Wohnung gereinigt. Die teilweise Schließung von Kantinen, Mensen und Restaurants führt dazu, dass mehr zu Hause gegessen und daher auch gespült wird.

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Körperpflege‐ und Waschmittel schätzen die aktuelle Marktentwicklung – abhängig von den Marktsegmenten – unterschiedlich ein, wie die Mitgliederbefragung der IKW zur wirtschaftlichen Lage ergab. Während 38 Prozent der befragten Unternehmen die aktuelle Marktentwicklung mit gut oder sehr gut beurteilen, hält knapp die Hälfte (47 Prozent) diese für durchschnittlich, 16 Prozent beurteilen sie als schlecht oder sehr schlecht. Die Investitionsbereitschaft für das kommende Jahr sei mit 47 Prozent ermutigend, so der Industrieverband.

„Auch für 2021 erwarten wir ein moderates Wachstum von zirka 1,5 Prozent“, sagt IKW‐Geschäftsführer Thomas Keiser.