Der Gesamtumsatz der Frosta AG lag erstmals seit sechs Jahren nicht über dem des Vorjahres: Er sank nach Angaben von Hinnerk Ehlers, Vorstand Marketing und Vertrieb, um 4,5 Prozent auf 393 Mio. Euro (Vorjahr 411 Mio. Euro). Dies sei vor allem auf niedrigere Verkaufspreise zurückzuführen. Mit einem Konzerngewinn vor Steuern von 14,2 Mio. Euro wurde das Ergebnis des Jahres 2009 von 17,4 Mio. Euro nicht mehr erreicht.
Bei der Bilanzpressekonferenz betonte Ehlers, dass Qualitätsanpassungen als Reaktion auf weltweit steigende Rohwarenpreise für das Unternehmen nicht in Frage kommen. Er rechnete vor, dass sich mindestens 25 Prozent der Rohwarenkosten durch den Einsatz von Margarine statt Butter oder durch den Verzicht auf traditionell gekochte Fonds sparen ließe: „Das werden wir aber auf keinem Fall tun." Frosta halte für die Marke am „Reinheitsgebot" fest.
Sehr positiv vom Handel aufgenommen wurde laut Ehlers die neue Gemüse-Rang unter der Dachmarke Kochkreativ. Das Sortiment sei breit gelistet und „erste Abverkaufsanalysen stimmen sehr zuversichtlich", sagte der Vorstand.
2011 startete verhalten: Der Umsatz in ersten zehn Wochen des Jahres liegt laut Ehlers 4 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums; gleiches gelte für die Ergebnisentwicklung. „Die Situation auf den Rohwarenmärkten, insbesondere bei Zutaten wie Fleisch und Gemüse, bleibt weiterhin äußerst angespannt", sagte Ehlers.
Frosta Marke behauptet sich
Die Marke Frosta baute im vergangenen Jahr ihre Marktführerschaft bei den TK-Komplett-Fertiggerichten im LEH mit einem Wachstum von rund 13 Prozent weiter aus. Steigende Rohwarenpreise und der harte Preiswettbewerb kosteten das Unternehmen allerdings Umsatz. Der Start ins neue Geschäftsjahr war verhalten.
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