Wafg-Präsident Dr. Klaus Stadler erklärt die Gründe: „Unsere Branche zeichnet sich von jeher durch eine hohe Innovationskraft aus. Neben Produktinnovationen leisten klassische Erfrischungsgetränke wie Cola oder Limonade einen weiterhin wichtigen Beitrag zum Branchenwachstum". Allerdings steht die Ertragssituation der Hersteller von Erfrischungsgetränken weiterhin in einem schwierigen Umfeld. So sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwa der Verbraucherpreis für koffeinhaltige Erfrischungsgetränke durchschnittlich um 2 Prozent. Andererseits sieht sich die Branche ständig steigenden Ausgaben für Rohstoffe, Transport und Produktion – vor allem Energie – gegenüber. Diese Entwicklung sieht Stadler kritisch: „Der in Deutschland extreme Preiskampf im Lebensmittel-Einzelhandel mag kurzfristig für die Konsumenten attraktiv scheinen. Langfristig müssen wir uns bewusst machen, dass Innovationskraft von Herstellern und Qualität der Produkte nicht umsonst zu haben sind. Gute und qualitativ hochwertige Lebensmittel erfordern einen angemessenen Preis".
Erfrischungs-Getränke Preisdruck und Allzeithoch
Mit 118,2 l wurden 2010 in Deutschland pro Kopf so viele Erfrischungsgetränke getrunken wie nie zuvor. Allerdings werden diese Getränke immer billiger. 2009 lag der Pro-Kopf-Verbrauch noch bei 117,0 l, teilt die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) mit.
Das könnte Sie auch interessieren
Supermarkt des Jahres 2026
LP international - Nachrichten
-
FrankreichLact'Union erhält Darlehen von der Europäischen InvestitionsbankDie französische Molkereigenossenschaft Lact'Union modernisiert mit einem Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 50 Millionen Euro ihre Werke in Nordfrankreich. Das berichtet das „European Supermarket Magazine“.
-
Neue Zoll-AppLidl testet den digitalen AusfuhrkassenzettelSchweizer Kunden können ihre Einkäufe bei Lidl künftig digital ausführen – ohne Stempel an der Grenze. Der Discounter nimmt als erster Lebensmittelhändler an der Pilotphase einer neuen Zoll-App teil. Die Mehrwertsteuer, die Schweizer Kunden sich erstatten lassen können, wird direkt mit dem nächsten Einkauf verrechnet.
-
GetränkeindustrieCapri Sun baut Werk in Polen für 70 Millionen EuroDer Schweizer Getränkehersteller Capri Sun investiert mehr als 70 Millionen Euro in ein neues Werk im polnischen Stargard. Bis Ende 2027 sollen dort 120 Arbeitsplätze entstehen. Das Werk erweitert die Kapazitäten in Europa. Außerdem verkürzt es die Lieferzeiten nach Mittel- und Osteuropa sowie in die nordischen Länder.
Produkt des Jahres 2026
Im Heft
Nachhaltigkeit
-
Logistik ohne DieselMars und Rewe elektrifizieren Transportkorridor komplett -
MilchalternativenMünchner Startup macht aus Biertreber ein Milchgetränk -
Plastikmüll-RegulierungVerbotene Einweg-Plastikprodukte weiterhin im Netz erhältlich -
Bau in NeubulachNetto will ersten Supermarkt aus dem 3D-Drucker beziehen