Fairtrade Deutschland übernimmt ab Januar 2026 die Betreuung von 23 Märkten in Zentral- und Osteuropa. Bisher lag diese Aufgabe bei Fairtrade International, wie Fairtrade Deutschland bei Linkedin mitteilte. Die Organisation bündelt damit die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zentral.
Die Zuständigkeiten werden durch die Umstrukturierung gebündelt. Partner, die bisher von Fairtrade International begleitet wurden, erhalten künftig direkte Unterstützung bei Marketing, Kommunikation und Lizenzierung durch das Team von Fairtrade Deutschland. Unternehmen, die ausschließlich auf dem deutschen Markt tätig sind, bleiben wie gewohnt betreut.
Fairtrade Deutschland will nach eigenen Angaben das Potenzial der Märkte in Zentral- und Osteuropa gezielt entwickeln. „Für die Produzentenorganisationen werden neue Absatzmärkte erschlossen und das Wachstumspotenzial für Fairtrade-Produkte in bisher nicht aktiv betreuten Märkten gefördert“, so Benjamin Drösel, Vorstand Marketing und Vertieb von Fairtrade Deutschland.
Fairtrade International fokussiert sich auf Standards
Fairtrade International konzentriert sich den Angaben zufolge weiterhin auf die Weiterentwicklung der Standards. Fairtrade Deutschland stärkt parallel die Marktpräsenz von Fairtrade in der Region.
Mehr Absatzchancen sollen nach Angaben von Fairtrade Deutschland zu höheren Prämieneinnahmen führen. Dies schaffe mehr Spielraum für Investitionen in Produzentenorganisationen und ihre Gemeinschaften, teilte die Organisation mit.