Der Tabakkonzern British American Tobacco hat Miriam Hiller zur Leiterin Corporate & Regulatory Affairs für Zentraleuropa ernannt. Sie ist damit für regulatorisch und politische Themen in zehn europäischen Ländern zuständig, wie das Unternehmen mitteilte. Ihren Sitz hat sie in Hamburg.
Hiller: Regulierung kann Wandel ermöglichen - oder verhindern
Hiller führt den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, Behörden, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Akteuren, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Der Fokus liegt nach Angaben des Unternehmens darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse einzuordnen und regulatorische Debatten zu „präzisieren“, insbesondere im Hinblick auf das Potenzial zur Risikoreduktion für erwachsene Raucher. „Regulierung wird häufig entlang guter Absichten geführt, aber ihre Wirkung zeigt sich erst im Alltag“, sagte Hiller. „Wenn wir über Tabak- und Nikotinprodukte sprechen, müssen wir Risiken differenziert betrachten und anerkennen, dass nicht alle Produkte gleich sind.“
British American Tobacco verfolgt den eigenen Angaben zufolge das Ziel, den Konsum von Zigaretten zu reduzieren und erwachsenen Rauchern Alternativen anzubieten, die nach wissenschaftlichem Kenntnisstand mit geringeren Risiken verbunden seien. „Die Frage ist nicht, ob reguliert werden soll, sondern wie“, betonte Hiller. „Regulierung kann Wandel ermöglichen – oder ihn verhindern.“
Mehr als 20 Jahre Erfahrung im Management
Hiller verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in Corporate Affairs, Kommunikation und Stakeholder-Management. Sie war in verschiedenen Führungspositionen bei British American Tobacco tätig, unter anderem in Hamburg und London. Zudem arbeitete sie außerhalb des Unternehmens in der Konsumgüter- und Consultingbranche sowie in Beirats- und Vorstandsfunktionen. Ihr schwedisch-deutscher Hintergrund und ihr Studium an der Gothenburg School of Economics sowie ihre Zeit als European Affairs Specialist für einen Energiekonzern in Brüssel prägen nach Angaben des Unternehmens den Blick von Miriam Hiller auf europäische Regulierungsfragen.
Mit der Ernennung von Hiller hat British American Tobacco die regionale Führungsstruktur verändert. Corporate & Regulatory Affairs und Legal werden auf Zentraleuropa-Ebene künftig eigenständig geführt. Parallel wurde Chris Voelker zum Leiter Legal Zentraleuropa berufen. Er verantwortet die rechtliche Steuerung von zehn europäischen Märkten. Voelker ist seit 2021 bei British American Tobacco und hatte zuletzt die Position des Head of Legal Beyond Nicotine in London inne. Dort spielte er nach Angaben des Unternehmens eine zentrale Rolle beim Aufbau und der Governance neuer Geschäftsbereiche im Cannabis- und Wellbeing-Umfeld.