Inzwischen haben Reinhard Hild, Geschäftsführer von MDR Media, und André Hoffmann, Prokurist und Geschäftsleiter Vertrieb & Digital bei MDR Media, reichlich Bühnenerfahrung. Und am Mittwoch, 3. September 2025, stehen die beiden wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Denn dann stellen sie in Leipzig die Ergebnisse der 16. Mitteldeutschen Markenstudie vor, zusammen mit Sören Schiller, Geschäftsführer des Instituts für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK), und Martina Karl, Beraterin beim IMK.
Aktuell läuft noch bis Pfingsten die Befragung zur 16. Mitteldeutschen Markenstudie, die Findungsphase sozusagen: „Bitte notieren Sie, welche Marken Sie aus dem Segment kennen, wenn auch nur dem Namen nach“, lautet zum Beispiel die Frage nach der ungestützten Bekanntheit, die die Teilnehmer zwischen Ostern und Pfingsten erhalten. 3.000 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind eingeladen, online an ihren Laptops, Tablets oder Smartphones an der repräsentativen Umfrage teilzunehmen. Rund 25 Minuten dauert der komplette Befragungsprozess.
Deep Dive zu Marke versus Handelsmarke
Gibt es Veränderungen im Vergleich zum letzten Mal? Ja, die gibt es immer, berichten die Macher der Studie. Jährlich greifen sie sich ausgewählte Themen heraus, die sie mit abfragen und tiefer untersuchen. 2024 war das beispielsweise ein Deep Dive zu Qualitätssiegeln, Nutri-Score und Nährwerten. In der aktuell laufenden Untersuchung nehmen sie die Bedeutung von Marken und Handelsmarken aus Sicht der Konsumenten unter die Lupe. Erstmals entfällt in diesem Jahr der Vergleich mit Gesamtdeutschland: Man richte den Fokus noch mehr auf Mitteldeutschland, heißt es vom Veranstalter. Das Gebiet umfasst die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, also nicht Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder gar Hessen.
In diesem Jahr werden für die Mitteldeutsche Markenstudie 102 regionale Marken in elf Segmenten ausschließlich aus dem Foodbereich untersucht. Dabei gibt es hinsichtlich der teilnehmenden Marken über die Jahre hinweg eine hohe Kontinuität. Verglichen werden sie aktuell mit 13 nationalen Marken als Benchmarks: Coca-Cola, Granini, Beck’s, Frosta, Rügenwalder, Dr. Oetker, Heinz, Gerolsteiner, Müller, Lindt, Milka, Nutella und Schwartau. Neue oder junge Marken haben es im Vergleich zu den bereits etablierten schwer, an der Studie teilnehmen zu können.
Die Teilnahmebedingungen
Was sind die Bedingungen für eine Marke, um dabei sein zu können? Es sollte sich um eine eigenständige Marke der Ernährungswirtschaft handeln, die in der Region verankert ist, ihren Stammsitz oder die Hauptproduktionsstätte in Mitteldeutschland hat und auch wahrnehmbar im Lebensmitteleinzelhandel gelistet ist. Aus Kostengründen, so die Macher der Studie, müssten sie die Anzahl der Marken begrenzen und im Zweifelsfall auch über die Aufnahme entscheiden.
16. Studie
Bis Pfingsten läuft die Befragung zur 16. Mitteldeutschen Markenstudie. 3.000 Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nehmen online teil. Es geht um ihr Einkaufsverhalten, ihre Einkaufsstätten und rund 100 regionale Marken aus elf Segmenten: Alkoholfreie Getränke, Bier/Biermischgetränke, Convenienceprodukte, Fleisch/Wurst, Backmischungen/Getreide- und Teigwaren, Gewürze/Saucen/Feinkost, Mineralwasser, Molkereiprodukte, Süßwaren, Aufstriche/Marmeladen sowie Genussmittel. Die Ergebnisse werden am 3. September vorgestellt.
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
Erstellt wird die Studie von MDR Media, einer 100-prozentigen Tochter des crossmedialen öffentlich-rechtlichen Dreiländer-Hauses MDR – in Zusammenarbeit mit dem Erfurter Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK). Seit 2010 wird die Untersuchung jährlich durchgeführt, um Unternehmen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei der Führung ihrer Marken zu unterstützen. Dabei sollen detaillierte Auswertungen helfen, Strategien für die Kommunikation zu entwickeln, die auf spezielle Zielgruppen zugeschnitten sind.
MDR Media veröffentlicht die wichtigsten Ergebnisse der Mitteldeutschen Markenstudie seit mehreren Jahren im Rahmen des MDR Media Markentages in Leipzig. 2024 haben Redner wie Cathrin Duppel, die Marketing-Architektin, und Janett Zschunke, CEO Essence Mediacom Germany, bei der Veranstaltung die Themen Markenpositionierung und Markenführung beleuchtet. Sich mit einer starken Marke zu positionieren, das helfe den Unternehmen im immer stärker werdenden Wettbewerb, ist man bei MDR Media überzeugt. Auch Regionalität und Nachhaltigkeit spielten eine große Rolle.
Daten auch für Einkaufsstätten interessant
Wie gute Markenführung gehen könne, das zeigten die Preisträger der Auszeichnung „Beste Marke 2024“ der Mitteldeutschen Markenstudie: Bautz’ner, Halberstädter, Halloren, Leckermäulchen, Lichtenauer, Nudossi, Radeberger, Rotkäppchen, Spreewaldhof, Teigwaren Riesa und Vita Cola. Den Sonderpreis „Top-Wachstumsmarke“ erhielt 2024 die Marke Keunecke-Feinkost. Von der großen Aufmerksamkeit in den Medien profitieren nicht nur die Preisträger, sondern auch die Macher der Studie: „Sowohl Markenproduzenten als auch Einkaufsstätten arbeiten mit den Ergebnissen unserer Studie. Wir sehen die Wertschätzung, die der Studie entgegengebracht wird, und wir kommen dadurch auch in Kontakt mit den Markenverantwortlichen, Unternehmen und Agenturen“, freut sich André Hoffmann, der Prokurist von MDR Media.
