Wir testen die Besten Dodenhof Posthausen - Wir testen die Besten: Teil 2

„GenießerWelt“ heißt die Lebensmittelabteilung im Shoppingcenter Dodenhof in Posthausen bei Bremen und verspricht Frische und Vielfalt. Das Sortiment ist anspruchsvoll, die Kunden sind es auch. Wir gaben uns erneut gerne als solche aus und kauften ein.

Mittwoch, 14. Juni 2017 - Ladenreportagen
Reiner Mihr, Silvia Schulz
Artikelbild Dodenhof Posthausen - Wir testen die Besten: Teil 2
Bildquelle: Martin Kämper

Inhaltsübersicht

Innenbereich
Dann mal rein und los. Die Warenpräsentation in diesem Nonfood-Bereich ist außergewöhnlich, sie hat wenig mit der auf der üblichen Großfläche gemein, auch die Sortierung sucht ihresgleichen. Hier trägt auch das Personal Dienstkleidung und – natürlich – ein Namensschild. Die Damen sind zudem sehr freundlich, suchen Blickkontakt und grüßen die Kunden. Auf die Frage nach Porzellan von Kahla bekommen wir die ehrliche Antwort, dass es sich nicht gut genug umgeschlagen habe – daher führe man das nicht mehr.

Schade – weiter geht’s: Im Hauptgang informieren gut sichtbare Deckenhänger über die jeweiligen Sortimente, hier finden auch ungewöhnlich viele Verkostungen statt. Mancher der Stände ist nicht besetzt, der ein oder andere Promoter hält offenbar lieber ein Schwätzchen mit dem Kollegen. Dieser Einkaufsnachmittag ist allerdings auch ruhig, der Sturm steht erst noch bevor. Dennoch sind Kunden unterwegs und der Sinn einer Verkostung ist ein anderer. Positive Ausnahme: die Promotion-Dame mit Milram-Quark – freundlich, aufmerksam, aktives Anbieten einer Probe. Wir kaufen gern.

Im Food-Bereich finden wir leider diverse Out-of-Stocks – Warenfülle definieren wir anderes. In mehreren Gängen bei Food stehen Paletten mit Ware, die noch aufs Verräumen warten, aber auch Paletten ohne Ware – leider keine Momentaufnahme, denn auch nach mehr als eine Stunde Aufenthalt im Markt änderte sich daran nichts.

Positiv empfanden wir dennoch die Präsenz des hauseigenen Personals, es ist nahezu in allen Sortimentsbereichen unterwegs. Zu kritisieren ist allerdings das Erscheinungsbild: Vom adrett gekleideten Mitarbeiter (Kittel und Namensschild) bis zum zerknüllten Etwas (Jeans?) ist alles vertreten. Trotzdem: Wir finden immer Ansprechpartner. Noch ein Tipp: Wer ein Produkt nicht kennt, sollte nicht so tun als ob. Geschehen bei der Frage nach Noily Prat. Der erste, den wir fragten, reagierte etwas unangemessen („Is’n das für Zeug?“), die zweite tat wissend und suchte dann im Weinregal (!). Vergeblich. Und noch etwas zum Kritisieren: Die Leergutannahme findet der Kunde zwar bei den Getränken, aber ganz hinten in der Abteilung. Am Eingang gab es dazu keinen Hinweis. Und wir als anspruchsvolle Kunden möchten einfach nicht nach dem halben Einkauf noch mal Leergut verräumen. Wir finden das wenig kundenfreundlich.

Alles in allem: Der Markt ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber gut strukturiert. Es gibt ein paar wenige Sitzmöbel zum Verschnaufen, die Gangbreiten (Haupt- und Nebengänge) sind komfortabel, der Bio-Block hebt sich durch besonderen Fußboden vom restlichen Sortiment ab, auch die Weinabteilung sticht aus dem Sortiment mit der Anordnung der Regalgondeln und einem passenden Fußboden heraus.

Im Markt

Inneneindruck: 75 % - 4 LP-Pukte
Food/Nonfood/SB: 38,1 % - 0 LP-Punkte
Frische SB: 83,3 % - 4 LP-Punkte

Bedienungsbereiche
Das Profilierungsfeld jedes Vollsortimenters, nämlich Frische und Bedienung, nehmen wir als Tester besonders gerne unter die Lupe. Wir starten an der Käse-Theke. Da ist gerade kein Kundenandrang, aber ausreichend Personal. Deshalb ist die freundliche Mitarbeiterin auch sofort zur Stelle und fragt nach dem Kundenwunsch. Und mehr noch: Sie fragt nach, empfiehlt, erklärt und bietet stets ein Probierhäppchen an – so geht aktives Verkaufen! Wenn Sie noch den Mut aufbringen würde, von sich aus Alternativen oder gar einen passenden Wein zu empfehlen – das wäre dann nicht mehr zu überbieten.

Weiter zur Abteilung Obst und Gemüse in SB: Eine sichtbar in ihrer Ausstattung nicht mehr ganz taufrische Abteilung, die aber absolut präsent und ansprechend gestaltet ist. Eyecatcher ist für uns das Kräuterhaus mit warenkundlichen Hinweisen und die Saftpresse. Lücken gibt es heute hier keine; die Sortierung ist gut, alles bestens ausgeschildert. Nur beim Verpackungsmaterial ist noch Luft nach oben. Neben den typischen Rollen mit Plastiktüten kommen immer mehr Papiertüten zum Einsatz, für viele ohnehin besser zu Obst und Gemüse passend. Und da wir pingelig sind und uns nicht die Hände schmutzig machen wollen, suchen wir Einweghandschuhe oder Papiertücher. Heute vergebens.

Und jetzt noch zur Frische-Theke, genau wie bei Käse sind auch die Theken für Fisch, Wurst, Fleisch und Antipasti verkaufspräsent. Weniger top ist die Bäckertheke. Leider sehen die belegten Brötchen aus, als ob sie schon länger auf Kunden warten. Dennoch: Der Bedienungsbereich inklusive Obst und Gemüse ist sehr ordentlich und sauber; auch die Mitarbeiterpräsenz lässt nicht zu wünschen übrig.

Bedienung

Bedienung: 95,4 % - 6 LP-Pukte
Theke: 84,6 % - 4 LP-Pukte

An der Kasse
Es muss sein: Durch die Kasse muss der Kunde durch. Schön, wenn sie logisch am Ende des Einkaufs zu finden ist und der Kunde einen Hinweis darauf erhält. Im Dodenhof läuft der kauffreudige Kunde, egal welchen Eingang er nimmt, in der Mitte des Marktes vor eine Wand; hier finden sich große, dicke Pfeile nach links und rechts mit dem Hinweis „Kassen“.

Kasse

Kasse: 80 % - 4 LP-Pukte

Die Check-out-Zone ist also zweigeteilt, rechts und links. Sechs von 17 Kassen sind beim Testkauf besetzt. Bei dem geringen Andrang ist das gut und ausreichend. Sowohl der Kassenstand als auch die Kassenbänder machen einen ordentlichen Eindruck.Das Kassenpersonal ist wie die Mitarbeiter an der Infotheke gekleidet: keine Dienstkleidung aber ein Namenschild (komischerweise anderswo genau umgedreht). Wartezeit an der Kasse haben wir nicht. Wir werden nett begrüßt, zahlen mit Karte; dabei hilft uns die Kassiererin freundlich. An der gewählten Kasse wird gerade eine neue Bezahlvariante getestet, was die Kassiererin auch korrekt und unaufgefordert erklärt. Die Verabschiedung war dann leider nur Standard. Der Clou wäre die Verabschiedung mit Namen gewesen. Denn der war während der Kartenzahlung gut abzulesen. Angenehm finden wir die Packtische auf der gegenüber liegenden Seite. Hier entsorgen wir unseren Verpackungsmüll inklusive Batterien und packen Mitbringsel für die Lieben daheim kostenfrei in Geschenkpapier. Und wir freuen uns über viele Auszeichnungen, die der Dodenhof zurecht bisher abgeräumt hat. Auch wenn einige dabei sind, die ihre Halbwertszeit inzwischen hinter sich haben.

Gesammtergebinis

29 LP-Punkte, damit klares „Gut“.

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