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Händlerumfrage zum Thema Nachhaltigkeit Umsatzbringer Nachhaltigkeit

Bettina Röttig | 21. September 2012

Der Lebensmittelhandel brennt aktuell ein Feuerwerk an Nachhaltigkeits-Aktionen ab. Welche Erfahrungen machen die Händler auf der Fläche? Die LP hat nachgefragt.

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Grüne Wochen im Lebensmittel-Einzelhandel: Verantwortungsvoll einkaufen und für den guten Zweck spenden im Rahmen der Rewe Nachhaltigkeitswochen, Sparen an nachhaltigen Produkten bei Penny (Jeder Penny für die Zukunft), den fairen Handel unterstützen bei Netto. Nahezu mit dem Dampfhammer wurde das Thema Nachhaltigkeit und die Botschaft „Tue Gutes: kaufe nachhaltig“ deutschen Verbrauchern in den vergangenen Wochen vom Lebensmittelhandel eingebläut. Angesetzt wird dabei bereits bei den Kleinen. Sie werden spielerisch an Umweltthemen herangeführt, können aktuell beispielsweise Tierbilder sammeln mit Edeka und dem WWF oder die Welt erkunden mit dem Rewe Stickeralbum Unsere Erde.

Nachhaltigkeit „aus der Nische holen“ und im Alltag von Konsumenten verankern. Mit rund 40 Mio. Kundenkontakten pro Woche sieht sich die Rewe Group prädestiniert für diese Aufgabe. Das wurde während des dritten Dialogforums der Kölner zum Thema Nachhaltigkeit immer wieder betont. Vor allem die eigenen Händler und Mitarbeiter wolle man noch stärker für das Thema begeistern.

Doch wie ist es tatsächlich um das Interesse der Verbraucher rund um das Thema Nachhaltigkeit bestellt? Was erleben Händler in ihren Märkten und wie engagieren sie sich selbst? Die LEBENSMITTEL PRAXIS hat bei Marktleitern und selbstständigen Kaufleuten nachgefragt.

96,7 Prozent der befragten Händler beobachten bei ihren Kunden ein wachsendes Interesse an nachhaltigen Produkten.

Erstes Erfolgs-Ergebnis der Blitzumfrage: Das Interesse der Verbraucher an nachhaltigen Produkten wächst. Knapp 97 Prozent der befragten Händler konnten diese Beobachtung machen. Insbesondere auf Sortimentsebene schlägt sich das wachsende Interesse in Zahlen nieder. So verzeichnet die Mehrheit (90,3 Prozent) der Kaufleute vor allem eine gestiegene Nachfrage nach Bio-Produkten. Auch Regionalität steht bei den Verbrauchern hoch im Kurs. 87 Prozent der Befragten vermelden wachsende Absätze in diesem Segment. Bei vielen Händlern (58 Prozent) gehen vor allem mehr und mehr Fairtrade-zertifizierte Produkte und MSC-zertifizierte Fischerzeugnisse über den Ladentisch. Zudem beobachtet ein Teil der Händler (38,7 Prozent) allgemein einen höheren Informationsbedarf rund um nachhaltige Themen seitens der Verbraucher.