Inhaltsübersicht
Wie sieht für Sie der Supermarkt der Zukunft aus?
Ich bin überzeugt, dass die besten Vollsortimentsmärkte der Zukunft unverändert in den Händen des selbstständigen Einzelhandels liegen. Hohe Kundenorientierung ist und bleibt ein absolutes Muss. Das gilt auch für die Vernetzung des stationären Handels mit der digitalen Welt, insbesondere durch mobile Anwendungen. Der Einsatz von Technologie darf nicht zum Selbstzweck mutieren, sondern muss jederzeit zum Ziel haben, unternehmerische Flexibilität und damit auch die Kundenzufriedenheit zu steigern. Angefangen von einer artikelgenauen Bestandsverwaltung über die automatisierte Warendisposition bis hin zum Zahlen per Smartphone und den dazugehörigen Kassenanalysen. Die Büros der Kaufleute werden die Schaltzentrale für ein Marktportal, das jederzeit konsolidierte betriebswirtschaftliche Daten bereitstellt.
Welchen Stellenwert hat das Thema Nachhaltigkeit dabei?
Natürlich ist der Supermarkt der Zukunft auch energieeffizient und klimaneutral gebaut und ausgestattet – ökologischer Passivhaus-Standard auf 2.000 qm. Die eingesparten Mittel gilt es, dann wieder für eine unverwechselbare und persönliche Kundenansprache einzusetzen.
Stichwort Retail Branding: Mit welchen Themen soll der Endverbraucher Edeka in Verbindung bringen?
Die harte Währung der Zukunft heißt Glaubwürdigkeit, weil das Bedürfnis vieler Menschen nach Nähe, Authentizität und Glaubwürdigkeit wächst. Da kann Edeka punkten, weil wir wie kein anderer Händler für genussvolle und hochwertige Lebensmittel stehen. Besonders unsere selbstständigen, lokal verwurzelten Kaufleute erfüllen dieses Bedürfnis in idealer Weise. Regionalität ist für uns gelebte Praxis. Das gilt auch für das Thema Nachhaltigkeit und generationenübergreifendes Denken und Handeln. Wir wollen verstärkt Innovationen, unter anderem im Eigenmarken-Segment, in unsere Sortimentsstrategie integrieren und dabei auf den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen besonders achten.
