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Superazubi on Tour - Lidl Nachwuchsförderung

Bettina Röttig und Markus Oess | 14. September 2010

Mit der Aktion „Superazubi on Tour“ warb Lidl in diesem Jahr erneut für das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber. Diesmal in der Region Köln-Düsseldorf.

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LP: Herr Vossenberg, Lidl veranstaltet in diesem Jahr bereits zum vierten Mal die Aktion „Superazubi on Tour“. Was soll die Aktion bringen?

Oliver Vossenberg: Wir wollen mit dieser Aktion vor allem die Motivation und Begeisterungsfähigkeit unserer jungen Auszubildenden stärken, selbst Verantwortung übernehmen zu wollen. Das ist nicht immer selbstverständlich. Manche fragen lieber häufiger nach und sichern sich ab, anstatt proaktiv zu handeln. Es geht also auch darum, das berufliche Selbstbewusstsein der Azubis zu stärken. Natürlich dient die Aktion darüber hinaus dazu, die Begeisterung und das Engagement der Azubis zu dokumentieren. Die Ausbildungsleiter sind mit vor Ort und schauen sich an, wer sich wie einbringt. Und last but not least möchten wir mit der Aktion zeigen, dass Lidl sich um seinen Nachwuchs kümmert.

Hat Lidl in Bezug auf die Nachwuchsförderung Nachholbedarf?
Wie jeder Betrieb haben wir großes Interesse an der Ausbildung. Die Auszubildenden sind unser Rückgrat. Es hat sich in den letzten Jahren im Unternehmen bereits einiges verändert. Wir fragen uns natürlich ständig, wie können wir auch in Zukunft gute Nachwuchskräfte gewinnen. Daher versuchen wir mit einer Vielzahl an Projekten und Aktionen wie dieser, die Attraktivität der Ausbildungsberufe und natürlich von Lidl als Arbeitgeber zu unterstreichen. Darüber hinaus organisieren wir Veranstaltungen und Workshops beispielsweise zu Rhetorik und Konfliktmanagement.

Was muss sich bei Aus- und Weiterbildung ändern, um für die Zukunft gewappnet zu sein?
Das was sich ändern musste, haben wir getan. Vor allem die Förderung von Soft Skills wie Rhetorik, Team-Building, Eigenorganisation, Zeitmanagement etc. haben wir neu aufgegriffen. Wir selbst beschäftigen elf Trainer, arbeiten jedoch auch mit externen Trainern zusammen. Darüber hinaus haben wir Online-Learning eingeführt. Auch mit den IHKs und Berufsausschüssen arbeiten wir seit einigen Jahren eng zusammen.

Wie viele Lehrlinge bildet Lidl derzeit aus?
Insgesamt beschäftigen wir in Deutschland derzeit mehr als 1.800 Lehrlinge, die zu Einzelhandelskaufleuten, Verkäuferinnen und Verkäufern, Fachkräften für Lagerlogistik, Fachlageristen sowie Bürokaufleuten ausgebildet werden.

Welche Karriere-Chancen bieten sich den Lehrlingen nach dem kaufmännischen Abschluss?
Die Karriere-Chancen und Weiterbildungsmöglichkeiten bei Lidl sind sehr vielfältig. Unsere Übernahmequote liegt übrigens bei 80 Prozent. Man kann bei Lidl auch mit einem Hauptabschluss und entsprechendem Engagement Karriere machen. Durchlässigkeit ist für uns wichtig. Im Verkauf bieten wir Aufstiegschancen zum stellvertretenden Filialleiter oder Filialleiter. Wir unterstützen unsere Nachwuchskräfte jedoch auch aktiv bei der Weiterqualifizierung. Nach der Ausbildung zum Handelsfachwirt besteht beispielsweise die Möglichkeit, als Verkaufsleiter die Verantwortung für vier bis fünf Filialen zu übernehmen. Darüber hinaus haben wir BA-Studenten, denen später vielfältige Führungspositionen offen stehen.

Wie sieht es mit der Bezahlung aus?
Wir zahlen ein deutlich übertarifliches Ausbildungsentgelt. Auszubildende im Verkauf verdienen bundesweit im ersten Ausbildungsjahr 725 Euro, im zweiten 825 und im dritten Lehrjahr 1.000 Euro, jeweils pro Monat.

Welche Bedeutung haben ältere Mitarbeiter für Lidl?
Generell möchten wir Generationen verbinden. Es ist wichtig, das Know-how unserer älteren Mitarbeiter auch zu nutzen, so dass der Nachwuchs von ihnen lernen kann.
Oliver Vossenberg, Bereichsleiter Aus- & Weiterbildung der Lidl Personaldienstleistung GmbH & Co. KG