Recht:Trotz Urteils weiter Zoff um Duisburger Alkoholverbot

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Recht Trotz Urteils weiter Zoff um Duisburger Alkoholverbot

Das Alkoholverbot aus dem Jahre 2017 ist gerichtlich gekippt worden. Händler sehen das kritisch und befürchten Imageschäden.

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Das vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht gekippte Alkoholverbot in Teilen der Duisburger Innenstadt sorgt unter anderem bei Kaufleuten weiter für Kontroversen. Die Stadtverwaltung will die Entscheidung des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts akzeptieren und keine Rechtsmittel einlegen. Damit ist ein Alkoholverbot in Duisburg endgültig vom Tisch. Wilhelm Bommann vom Handelsverband Niederrhein ist enttäuscht. Es sei „schade, dass die Geschäftswelt in der City jetzt weiter unter den Trinkern leiden muss“, sagte er. Man könne nur hoffen, dass die geplanten Hilfsmaßnahmen für die Szene wirken. Die Stadt hat einen Runden Tisch eingerichtet. Dort sollen Ideen gesammelt werden, wie die Innenstadt attraktiver werden kann.

Duisburg hatte das Alkoholverbot im Mai 2017 verhängt. Zuvor hatten Anwohner, Passanten und Geschäftsleute in der City über Störungen durch Betrunkene geklagt, die gewalttätig seien, pöbelten und öffentlich urinierten. Doch das Düsseldorfer Verwaltungsgericht sah keine Belege dafür, dass es eine Gefahr durch den Alkoholkonsum für die öffentliche Sicherheit gebe.