Regional-Star 2018:Heimische Vorbilder

Bildquelle: Lebensmittel Praxis

Regional-Star 2018 Heimische Vorbilder

Zum dritten Mal suchen LP und Internationale Grüne Woche Berlin die überzeugendsten nachhaltigen Regional-Konzepte aus Handel, Industrie und Landwirtschaft. Bewerben Sie sich jetzt!

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Eier von Hühnern aus der Nachbarschaft oder die Konfitüre aus der Manufaktur ums Eck: Regionale Produkte landen immer häufiger in den Einkaufskörben der Bundesbürger. Von klein auf bekannte Geschmäcker und beliebte heimische Spezialitäten erzeugen vor allem eine hohe Emotionalität. Aufgrund der Nähe zum Produzenten genießen regionale Produkte darüber hinaus das Vertrauen der Konsumenten. Sie stehen für Frische, Förderung der lokalen Wirtschaft, kürzere Lieferwege und nachvollziehbare Herkunft.

Für Lebensmittelhändler ist das Geschäft mit der Heimat zu einem bedeuten Wettbewerbsfaktor geworden. Sie suchen neue Lieferanten, schulen ihre Mitarbeiter, bringen Landwirte und Verbraucher in ihren Märkten oder im Rahmen besonderer Veranstaltungen zusammen. Das Engagement ist häufig mit großen Anstrengungen verbunden, die sich jedoch auszahlen dürften.

„Wer Regionalität gekonnt in Szene setzt, wird im Wettbewerb bestehen. Für kleine und mittelständische Händler sind authentische, regionale Produktsortimente das lang ersehnte Mittel, mit dem sie sich gegen den Kostendruck des E-Commerce und großer Konzerne wie Amazon behaupten können“, meint Rudolf Trettenbrein. Als Geschäftsführer von Inverto Austria berät er Unternehmen bei der Kostenoptimierung in Einkauf und Supply-Chain-Management.

Wir fahren nach Berlin

Die drei überzeugendsten Regional-Konzepte pro Kategorie werden in der LP vorgestellt und am 23. Januar 2018 bei der Grünen Woche in Berlin geehrt.

Doch nicht jede Strategie sei erfolgversprechend, mahnt er. Die Glaubwürdigkeit des Angebots sei ausschlaggebend. Standardisierte regionale Dachmarken, die möglicherweise einer ganzen Nation zum Verkauf angeboten würden, widersprächen z. B. dem Konzept einer ehrlichen Regionalität. „Sie sind nicht glaubwürdig, weil der Verbraucher verborgene Herstellungsverfahren fürchtet, die den hohen Ansprüchen an die Nachhaltigkeit, den Umweltschutz oder das Tierwohl nicht erfüllen.“

Je kleinräumiger Regionalität ausgelebt werde, umso glaubwürdiger sei sie: wenn ein Bäcker beispielsweise nur zwei oder drei Filialen eines Einzelhändlers in der Region beliefere. „Die Händler stehen darum vor der Herausforderung, intern Strukturen zu schaffen, die mit einer Vielzahl an regionalen Lieferanten umgehen können“, erläutert Trettenbrein.

Best-Practice-Beispiele gesucht
Schon jetzt gibt es beeindruckende Regional-Konzepte, die zeigen, wie die Zusammenarbeit mit Lieferanten aus der Nachbarschaft erfolgreich funktionieren und dem Verbraucher die Herkunft der Waren transparent und glaubwürdig vermittelt werden können.

Genau solche Beispiele zeichnen Lebensmittel Praxis und Internationale Grüne Woche im Rahmen des Branchenwettbewerbs „Regional-Star ’18“ aus. Gesucht werden die überzeugendsten Konzepte, die unter nachhaltigen Aspekten (ökonomisch erfolgreich, ökologisch sinnvoll und sozial verantwortlich) die Vermarktung regionaler Produkte voranbringen – und der Branche als Inspirationsquellen dienen können.

Bis 6. Oktober können sich Lebensmittelhandel, Zulieferer und Marketingorganisationen mit nachhaltigen Regional-Konzepten in vier Kategorien (Kooperation, Präsentation, Innovation sowie Organisation) um den Branchenpreis bewerben.

Fragen zum Bewerbungsprozedere beantwortet Bettina Röttig, Redaktion Lebensmittel Praxis (Tel.: 02631/879 131; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

So bewerben Sie sich
  • Der Wettbewerb „Regional-Star’18“ richtet sich an Lebensmittelhandel und -industrie, Landwirtschaft sowie Vermarktungsorganisationen. Bitte achten Sie bei Ihrer Bewerbung auf folgende Punkte:
  • Pro Unternehmen ist eine Bewerbung je Kategorie möglich.
  • Der Wettbewerbsbeitrag muss eine Relevanz haben für den deutschen Markt.
  • Die Fachjury akzeptiert nur vollständige Bewerbungen.
  • Die Bewerbung (max. 6 Seiten) sollte sich auf die notwendigen und aussagekräftigen Fakten und Inhalte beschränken.
  • Bewerber, deren Konzepte in die enge Wahl genommen werden, müssen sich in der finalen Jury-Sitzung den Fragen des Gremiums stellen.
  • Termin für die Jury-Sitzung ist im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin der 23. Januar 2018. Abends werden die Preisträger offiziell gewürdigt.