Warenverkaufskunde Buntbarsch

Forellen und Karpfen, aufgepasst: Der Buntbarsch wird in Deutschland als Speisefisch immer beliebter und bereits hier gezüchtet. Eine kurze Vorstellung.

Sonntag, 06. November 2022 - Warenkunden
Markus Heine
Artikelbild Buntbarsch
Bildquelle: Getty Images

Zu den beliebtesten Speisefischen aus dem Süßwasser gehören Karpfen, Regenbogen- und Lachsforelle. Der diesen Bericht so prominent einleitende Buntbarsch dürfte die Rangliste zwar nicht durcheinanderwirbeln, für den hiesigen Handel jedoch immer wichtiger werden.

„In Deutschland nimmt das Interesse an nachhaltig erzeugtem Buntbarsch signifikant zu“, erklärt Petra Weigl, Geschäftsführerin von Regal Springs Europe. Zwar gebe es bei einigen Einkäufern noch Vorbehalte, da der Fisch unter dem Namen Tilapia bereits einmal mit geringem Erfolg in den Markt eingeführt wurde, diverse Umfragen zeigten jedoch, dass deutsche Verbraucher keine Berührungsängste mehr hätten. In den USA und in Großbritannien gehört der Buntbarsch bereits zu den beliebtesten Speisefischen.

Im Handel wird der ursprünglich aus Afrika stammende Süßwasserfisch unter den Namen Tilapia oder Buntbarsch angeboten. Biologisch gesehen gehören Tilapien zur Familie der Buntbarsche (Cichlidae), nach dem Karpfen stellen sie weltweit die zweitwichtigste Art in der Zucht dar. Wildfänge sind die Ausnahme, in der Regel stammt die erhältliche Ware aus Aquakulturen. Tilapien zeigen sich von Natur aus sehr widerstandsfähig gegenüber Krankheitserregern, sodass in der Zucht meist auf den Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamenten verzichtet werden kann. Untersuchungen des Max-Rubner-Instituts bestätigen diesen potenziellen Verkaufsvorteil.

Nährwerte

durchschnittliche Angaben für 100g

384 kJ

91 kcal
Energie

1,2 g

Fett
davon 0,4 g
gesättigte Fettsäuren

0 g

Kohlenhydrate
davon 0,0 g
Zucker

20 g

Eiweiß

0,1 g

Salz

Schmeckt fast wie Kabeljau
Buntbarsche haben festes weißes Fleisch, ein mild-nussiges Aroma und eignen sich für alle Zubereitungsarten. „Die Qualität ist durchaus mit gutem Kabeljau zu vergleichen, aber zu einem deutlich attraktiveren Preis“, betont Petra Weigl. „Zudem gibt es bei Buntbarschen keine Saisonalität, sodass ihr Preis stabiler und leichter zu kalkulieren ist.“

Mittlerweile werden Buntbarsche auch in geschlossenen Kreislaufanlagen in Deutschland gezüchtet und frisch in einigen Rewe-Märkten verkauft. Der Clou: Die Fisch-Ausscheidungen dienen gleichzeitig als Dünger für das Ziehen von Basilikum. Auf dem Dach des Green-Farming-Marktes von Rewe in Wiesbaden-Erbenheim werden so jährlich etwa zehn Tonnen Buntbarsche gezüchtet, die an mehr als 20 Märkte in der Region verkauft werden.

Nicolas Leschke, Gründer von ECF Farmsystems, ist zufrieden mit dem Absatz: „Die Kunden waren und sind sehr neugierig auf unseren Landeshauptstadtbarsch, es gibt bereits eine kleine Fanbase.“ Beste Argumente für den Kauf seien gezielte Werbung und ein guter Verkäufer an der Fischtheke.

Klicken Sie oben auf unsere Bildergalerie: „Schnitt für Schnitt zum Filet - so verwerten Sie den Buntbarsch richtig.“

Noch mehr Bilder im Beitrag „Bühne Frei für buntbarsche“

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