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Warenverkaufskunde Zitrusfrüchte

Lebensmittel Praxis | 16. Februar 2016

Sie zählen ganzjährig zu den Hits in der Obstabteilung: Zitrusfrüchte. Grundsätzlich kann man sie in vier Gruppen einordnen: Orangen, Mandarinen, Grapefruit und Zitronen. Am beliebtesten sind jedoch Orangen.

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Zitronen eignen sich , anders als die bisher beschriebenen Zitrusfrüchte, weniger gut, um sie als Snack sofort zu essen. Die sauren Früchte spielen aber eine wichtige Rolle in der Küche: Zum Würzen beispielsweise von Salatsaucen, zum Aromatisieren von Kuchen und Desserts, sie geben Säften und Smoothies den sauren Kick. Zitronen enthalten besonders viel Vitamin C, diese Säure verhindert die Oxidation von Zellen. Ein Beispiel, das jeder kennt: Wenn man einen Apfel aufschneidet, bestreicht man die Schnittflächen mit Zitronensaft, dann bleiben sie schön hell und ansehnlich. Verzichtet man auf die Zitrone, färben sich die Schnittflächen innerhalb von wenigen Minuten dunkel, nach einer Weile werden sie braun und unansehnlich. Die Zitronensäure ist auch im Haushalt gefragt: Viele Reinigungs- und Entkalkungsmittel enthalten den Wirkstoff. Angebaut werden die gelben Alleskönner vor allem in Spanien, Italien, der Türkei, Argentinien sowie Südafrika. Hier die wichtigsten Zitronensort en, die im Handel verfügbar sind:

Eureka
Eine kernlose, dünnschalige Sorte mit würzigem Aroma und reichlich Saft, die weltweit angebaut wird.

Primofiori
Spanien und Italien sind die Hauptanbauländer dieser Frucht mit einer dickeren Schale.

Vernas
kernlos, mit verhaltener Säure und gleichzeitig viel Aroma.

Limetten
So unentbehrlich Zitronen in der heimischen Küche sind, so spielen Limetten in der tropischen Küche eine bedeutende Rolle. Limetten sind ebenfalls ganzjährig im Angebot, die Verwendungsmöglichkeiten entsprechen denen von Zitronen. Bekannt ist ihre Verwendung in alkoholischen Drinks (Caipirinha) und zum Würzen von Speisen. Limetten tragen eine sehr dünne Schale, anfangs grün, bei voller Reife gelblich. Der Saftgehalt ist fast doppelt so hoch wie bei Zitronen, wobei der Geschmack milder ist. Die Hauptsorte ist kernlos und trägt den Namen Tahiti.

Durch Kreuzungen verschiedener Zitrusfrüchte sind immer wieder neue Varianten entstanden. Einige davon haben es zur Marktreife gebracht, sie sind im gut sortierten Handel zu finden.

Kumquat
Diese kleine, nur 10 g leichte Frucht stellt eine Besonderheit dar, weil man ihre Schale essen kann. Die dünne, orange-gelbe Schale schmeckt herb-süß, das Fruchtfleisch mit einigen Kernen säuerlich und kräftig-würzig – das ergibt eine gute Geschmackskomposition. Kumquats werden gern als Dekoration für Cocktails, Torten oder zur Konfitürenherstellung verwendet.

Limequat
Eine Mischung aus Kumquat und Limette. In der Regel ist die Schale unbehandelt (Kennzeichnung beachten), dann kann man sie nach dem Waschen ungeschält verzehren. Sie wird meist in Cocktails oder Longdrinks verarbeitet oder dient zum Verfeinern von Fleisch- und Fischgerichten. Die Frucht ist empfindlicher als andere Zitrusfrüchte: Sie reagiert auf Druck, und ist nicht lange haltbar.

Pomelo
und HonigpomeloDie Pomelo ist aus einer Kreuzung von Pampelmuse und Grapefruit entstanden und trägt einen süß-säuerlichen bis bitteren Geschmack. Ursprünglich stammt sie aus Israel, von aus wo sie erst 1974 nach Deutschland exportiert wurde. Eine neuere Züchtungsform ist die Honigpomelo, deren Anbaugebiet überwiegend an der Südostküste Chinas liegt. Sie wurde 2004 auf dem deutschen Markt eingeführt und ist in den letzten Jahren in größeren Mengen zu finden. Anders als die Pomelo schmeckt sie nicht bitter, sondern süß, zudem ist sie kernlos und lässt sich leicht schälen. Honigpomelo kann wie eine Orange in Stücke geschnitten werden, wobei man die bitter schmeckenden Trennhäute vollständig von den Fruchtsegmenten entfernen kann. Honigpomelos werden bei uns zwischen Ende September und Anfang April gehandelt. Pomelos werden von November bis April aus Israel geliefert, von Juli bis September aus Südafrika. content>

Ugli
In mehreren südamerikanischen Ländern wird die Ugli angebaut, die aus einer Kreuzung zwischen Grapefruit, Orange und Tangerine entstanden ist. Die runde Frucht trägt eine raue, schrumpelige Schale, wahrscheinlich stammt daher ihr Name (ugly heißt auf Englisch hässlich). Die Schale lässt sich leicht schälen, darunter verbirgt sich saftiges Fruchtfleisch, das süßer als Grapefruit schmeckt.

Der richtige Umgang mit der Ware
Unkompliziert – so lässt sich das Handling mit Zitrusfrüchten im Handel treffend beschreiben. Gesunde, unverletzte Ware ist mindestens zwei Wochen lang haltbar, in dieser Zeit sollte sie längst abverkauft sein. Es handelt sich um Früchte, die in subtropischen Gefilden wachsen, das macht deutlich, dass sie die Kälte nicht lieben. Die Lagerung erfolgt immer bei Plustemperaturen, meist bei 4 bis 8° C. Jede Frucht ist von Natur aus ideal verpackt. Die Robustheit der Schale aber bitte nicht überschätzen: Man sollte die Früchte sorgsam behandeln, nicht quetschen oder gar werfen! Früchte, deren Schale verletzt ist, sind nicht mehr verkaufsfähig und gehören aussortiert.