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BVE-Konjunkturreport Schlechtere Geschäftserwartungen

Lebensmittel Praxis | 31. Oktober 2011
BVE-Konjunkturreport: Schlechtere Geschäftserwartungen

Bildquelle: imagesource

Die Ernährungsindustrie erzielte laut Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) im August 2011 einen Branchenumsatz von 12,6 Mrd. Euro; das entspricht einem nominalen Plus von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die reale Umsatzentwicklung fiel mit plus 2,4 Prozent gedämpfter, aber dennoch positiv aus. Das Geschäftsklima hat sich im Oktober aber deutlich verschlechtert.  

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Der Einfluss der aktuellen Preisentwicklungen auf den Branchenumsatz spiegelt sich auch im Verbraucherpreisindex für Nahrungsmittel und Getränke wieder. Dieser stieg im September 2011 um 3,1 Prozent gegenüber September 2010. Der Verbraucherpreisindex im selben Zeitraum legte insgesamt nur um 2,6 Prozent zu.

Das Geschäftsklima in der Ernährungsindustrie habe sich im Oktober 2011 jedoch deutlich verschlechtert, heißt es seitens des BVE unter Berufung auf das ifo-Institut weiter. Die Erwartungen der Unternehmen der Branche an die Geschäftslage und das Exportgeschäft seien deutlich eingebrochen. Lediglich bezüglich der zukünftigen Beschäftigtenzahlen hätten sich die Unternehmen wieder positiver geäußert. Auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen stieg in 2011 wieder.

Die Lage am Rohstoffmarkt entspanne sich nur wenig: Der Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut sei im September 2011 um 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Die Unsicherheiten über den weiteren Konjunkturverlauf wirkten sich auch auf das Konsumklima in Deutschland aus. Dieses blieb im Oktober 2011 trotz verbesserter Einkommenserwartungen und gestiegener Anschaffungsneigung im Vergleich zum Vormonat unverändert.