Dies geht aus der aktuellen GfK-Weinmarktanalyse hervor, die das DWI alljährlich in Auftrag gibt. Insbesondere die deutschen Anbieter haben im vergangenen Jahr ihren Weinvertrieb über die Supermärkte ausgebaut. In dieser Vertriebsschiene legten die heimischen Weine im Absatz und Umsatz um acht Prozent zu. „Mit dem Ausbau des Weinangebots von regionalen Erzeugern reagieren die Supermarktbetreiber zum einen auf die anhaltende Beliebtheit regionaler Produkte und zum anderen auf den allgemeinen Trend zum ‚One-Stop-Shopping‘, das heißt, seinen gesamten Haushaltseinkauf möglichst auf einmal in einer Einkaufsstätte zu erledigen“, erläuterte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.
Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) inklusive der Discountmärkte hat hierzulande mittlerweile einen Anteil von 77 Prozent am gesamten Weineinkauf. Allein auf die deutschen Weine bezogen, lag er im vergangenen Jahr nur bei 66 Prozent, da sie auch zu 24 Prozent direkt ab Hof und zu fünf Prozent über den Fachhandel eingekauft wurden.
Der Durchschnittspreis für Wein im LEH ist 2016 nach sieben Jahren erstmals wieder leicht um fünf Cent auf 2,92 Euro/l gesunken. Für Weine aus dem eigenen Land gaben die Verbraucher mit durchschnittlich 3,20 Euro/l im LEH zwar etwas mehr aus, allerdings auch drei Cent weniger als 2015. Über den Ab-Hof-Verkauf sowie den Vertrieb durch den Fach- und Onlinehandel konnten die deutschen Erzeuger einen deutlich höheren Durchschnittspreis von 6,72 Euro/l erlösen, was einem Plus von 39 Cent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Weinkonsum LEH ist Gewinner
Die Verbraucher haben im vergangenen Jahr noch öfter ihren Weinbedarf in den klassischen Supermärkten gedeckt. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) wurden 2016 dort 18 Prozent aller Weine eingekauft, was einem Marktanteilszuwachs von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr und von fünf Prozentpunkten im Vergleich zu 2012 entspricht.
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