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Bundesverband Deutsches Ei Herkunftsangaben auf verarbeiteten Produkten

Lebensmittel Praxis | 22. März 2016

Deutschlands Legehennen-Halter dringen auf eine Erweiterung der Kennzeichnung für Eier im Lebensmittelhandel. Der Bundesverband Deutsches Ei will sich für eine Neuregelung einsetzen. Verbandschef Günter Scheper begründete den Vorstoß damit, dass deutsche Verbraucher großen Wert auf die deutsche Herkunft der Eier legten.

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Nicht nur auf den im Handel angebotenen Schaleneiern, sondern auch auf Eiprodukten für die Lebensmittelwirtschaft und auf weiterverarbeiteten eihaltigen Lebensmitteln wie Nudeln, Fertiggerichten oder Süßgebäck sollte künftig klar erkennbar sein, aus welcher Haltungsform und welchem Land die verarbeiteten Eier stammen.

Kritisch äußert sich die Verbraucherorganisation Foodwatch. Bio, Freiland, Boden oder Käfig - keine dieser Eierproduktionsformen sei eine Garantie für eine tiergerechte Haltung von Legehennen. Hohe Krankheits- und Sterberaten, Verhaltensstörungen wie Federpicken oder Kannibalismus und das Töten männlicher Küken bei Legerassen gebe es in allen Haltungsformen. Die Verbraucher im Supermarkt hätten keine Chance, garantiert tiergerecht erzeugte Eier zu kaufen.