Influencer-Marketing Druck ohne Kontrolle

Wie sehr Jugendliche beim Einkaufen von ihren Internet-Vorbildern beeinflusst werden, haben Wissenschaftler erneut belegt.

Freitag, 16. Februar 2024, 20:33 Uhr
Thomas Klaus
Bildquelle: Getty Images

Wenn Jugendliche einkaufen, führen oft Influencer die Hand. Diese Erkenntnis ist zwar nicht brandneu, aber wurde ein weiteres Mal von wissenschaftlicher Seite bestätigt. Forscher des Fraunhofer-Institutes für System- und Innovationsforschung (ISI) hatten gemeinsam mit Kollegen der Hochschule Darmstadt und der Universität Mannheim 1.007 Jugendliche per Fragebogen und 24 weitere von Angesicht zu Angesicht interviewt. Dabei ging es um ihre Social-Media-Nutzung, ihr Kaufverhalten und ihre mehr oder weniger freundschaftlichen Gefühle zu Influencern. Mehr als die Hälfte der jungen Menschen hatte demnach innerhalb der vergangenen sechs Monate bis zu 50 Euro für Produkte ausgegeben, die von (Lieblings-)Influencern beworben worden waren.

Munition für Werbe-Fessler
10,3 Prozent gaben an, sie verspürten oft den unwiderstehlichen Drang, ein Produkt zu besitzen, das sie bei ihren (Lieblings-)Influencern gesehen haben. Vier Prozent bekundeten sogar, das sei immer der Fall. Beim ISI meint man: Die Studie sollte Wasser sein auf die Mühlen derjenigen, die Influencer-Marketing und Werbung mit der Zielgruppe junge Menschen stärker kontrollieren und beschränken wollen.

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