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Länder-Report USA Begehrlichkeiten aus dem Land der Stars & Stripes

Dörte Fleischhauer und Christina Fleischhauer | 18. Mai 2012
Länder-Report USA:  Begehrlichkeiten aus dem Land der Stars & Stripes

Bildquelle: iStockphoto

Weine aus Kalifornien, Fisch aus Alaska, Cranberries und Walnüsse – der deutsche Markt bietet gute Chancen für Produkte aus den USA.

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American Food. Auch wenn obiges Bild dies impliziert – die USA haben an in Europa beliebten Lebensmittel nicht nur Burger zu bieten. Hoch in der Gunst der Europäer stehen Weine ebenso wie Trockenfrüchte, diverse Nussorten, Fisch und Meeresfrüchte, Zitrus- oder Cranberrysäfte, Ethnic Food sowie qualitativ hochwertiges Fleisch aus Amerika. Zwei der bekanntesten Abnehmer hiervon sind beispielsweise Otto Gourmet oder Kruse Fleisch. Trockenfrüchte wie Rosinen oder Pflaumen gelangen über Seeberger zum Konsumenten, über Bode Naturkost oder als Marke Della Natura über die Richard Janssen GmbH. Kalifornische Weine beziehen die Weinvertriebsgesellschaft Schlumberger, die C&D Weinhandelsgesellschaft oder Weinexperten von Schenk.

Das US-amerikanische Departmement of Agriculture forciert den Absatz amerikanischer Produkte hierzulande über spezielle Marketingprogramme , an denen derzeit mehr als 40 Organisationen partizipieren; neben dem California Wine Institute auch das Almond Board of California, das Alaska Seafood Marketing Institute, die U.S. Meat Export Federation, die Cranberry Marketing Association und die California Walnut Commission. Nicht zuletzt dadurch sind allein im Jahr 2011 2.553 t Cranberries nach Deutschland importiert worden, bei Walnüssen waren es 19.963 t.

Firmen aus den USA

  • Jack Link's
  • Jim Beam

Wie wichtig der europäische, vor allem der deutsche Markt für amerikanische Exporteure ist, zeigt auch die Beteiligung an Messen wie der Fruit Logistika, der Biofach und der anuga, wo sich 2011 165 amerikanische Aussteller präsentierten.

Künftig soll auch der Absatz der Bio-Lebensmittel forciert werden. Dazu sind die EU und die USA im Februar eine Partnerschaft eingegangen. Danach dürfe in Europa oder den USA zertifizierte ökologische Erzeugnisse ab Juni dieses Jahres in beiden Gebieten als solche verkauft werden. Bio-Bauern und -Lebensmittelproduzenten sollen dadurch einen einfacheren Zugang zum US- und EU-Markt erhalten; verbunden mit weniger Bürokratie und geringeren Kosten, denn mit dem Abkommen erkennen die EU und die USA ihre Produktionsstandards für Bio-Lebensmittel gegenseitig als gleichwertig an.

Für Erzeuger und Verarbeiter in Europa genügt es dann, die Anforderungen der EU-Ökoverordnung zu erfüllen, um ihre Waren in die Vereinigten Staaten liefern zu dürfen. Umgekehrt berechtigt die Erfüllung des National Organic Programs (NOP) die US-Erzeuger zur Lieferung auf den Binnenmarkt. Bisher mussten Ökohersteller beiden Standards genügen, wenn sie in die USA beziehungsweise die EU exportieren wollten. Die Bio-Branche in den Vereinigten Staaten und der EU wird zusammen auf rund 40. Mrd. Euro geschätzt, Tendenz steigend.