Berlin-Brandenburg In die zweite Runde

Die Ernährungswirtschaft in Berlin-Brandenburg ist eine Runde weiter. PricewaterhouseCoopers hat dem Netzwerk BEN gute Arbeit zertifiziert.

Donnerstag, 18. November 2010 - Länderreports
Silke Bohrenfeld
Artikelbild In die zweite Runde
Bildquelle: iStockphoto

Inhaltsübersicht

Die Ernährungsindustrie in Berlin und Brandenburg ist mit rund 22.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von nahezu 10 Mrd. Euro einer der beschäftigungs- und umsatzstärksten Industriezweige der Hauptstadtregion. Auch im Krisenjahr stellte sich die Gesamtbranche als stabiler und verlässlicher Partner dar. Produkte wie Spreewälder Gurke, Werderaner Ketchup, Neuzeller Schwarzbier, Prignitzer Cornflakes, Spreewaffeln, Cottbuser Kekse u.a. sind nicht mehr nur in ihrem Umfeld bekannt, sondern machen die Region kulinarisch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Das kommt nicht von ungefähr.

Die Hauptstadtregion bietet der Ernährungswirtschaft sehr gute Bedingungen. Zum einen sichert die Nähe zum Anbau den Produzenten Qualität und Frische. Zum anderen ist Berlin-Brandenburg mit mehr als 6 Mio. Verbrauchern ein idealer Test- und Absatzmarkt. Daneben verfügt das Gebiet über eine einzigartige Dichte wissenschaftlicher Einrichtungen im ernährungsrelevanten Bereich. Zahlreiche kleine und mittelständische Firmen nutzen dieses Potenzial und sind Träger von Forschung und Entwicklung.

An der positiven Gesamtentwicklung der Ernährungswirtschaft in Berlin-Brandenburg hat das Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) großen Anteil. BEN bündelt die Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten und bietet Unternehmen die ideale Plattform zur Vernetzung, für Kooperationen, Innovationen und somit zur gemeinsamen Markterschließung. Ziel ist aber auch die Verbesserung der regionalen und überregionalen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und wirtschaftsnahen Einrichtungen der Brandenburgischen und Berliner Ernährungswirtschaft.

Im Brandenburger Ernährungsnetzwerk engagieren sich rund 50 meist kleine und mittelständische und auch große Unternehmen, Interessenverbände, Institutionen und branchenrelevante Wissenschaftseinrichtungen. Die neuesten Mitglieder sind Kunella Feinkost, Dreistern, Bestwinus, Christine Berger und das Deutsche Verpackungsinstitut mit Sitz in Berlin. Grund für diese Mitgliedsstruktur ist das Bestreben, dass das Netzwerk die gesamte Wertschöpfungskette der Ernährungsbranche widerspiegeln soll – von Erzeugung und Verarbeitung über Forschung und Logistik bis hin zum Handel. In sieben Arbeitsgruppen nutzen Mitglieder die Vorteile gemeinsamer Aktivitäten und Projekte insbesondere in der Produktentwicklung, in der Vermarktung regionaler Produkte, bei Messen und Ausstellungen, zur gesunden Ernährung oder im Bereich Lebensmittelsicherheit und Hygiene.