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America Go West! - Deutsche in den Vereinigten Staaten

Daniel Klages | 16. Mai 2014

Die in der Vergangenheit oft belächelte US-Küche erlebt in den vergangenen Jahren einen deutlichen Popularitätsschub.

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Aber auch die Einfuhr von anderen amerikanischen Lebensmitteln nach Deutschland war im Jahre 2013 so hoch wie noch nie. Im Bereich der Agrarprodukte liegt das Importvolumen insgesamt sogar leicht über dem deutschen Export. So wurden 2013 Agrargüter im Wert von 2,3 Mrd. US-Dollar von den USA nach Deutschland importiert. Mit einem Gesamtvolumen von 10,1 Mrd. US-Dollar ist die EU der fünftgrößte Exportmarkt für US-Agrarprodukte. Produkte wie die US-Cranberries, Süßkartoffeln, Trockenpflaumen oder Walnüsse haben sich fest auf dem Markt etabliert. Hauptabsatzkanal ist dabei immer noch der reguläre Einzel- und Großhandel. Die amerikanischen Produkte sind bei uns erhältlich als Monoprodukt oder als Zutat in verarbeiteten Lebensmitteln (zum Beispiel Müslis, Schokolade, Gebäck, Jogurt oder Eis).

Für die klassisch amerikanischen Produkte wie Beef Jerky, Marshmallows, Erdnussbutter oder Barbecue-Saucen liegt der Reiz neben dem Geschmack auch an der Konnotation. „Diese typischen US-Produkte symbolisieren ein Lebensgefühl, mit dem viele Verbraucher positive Eigenschaften wie Freiheit und Abenteuer assoziieren“, erklärt Maria G. Kraus, Managing Director der Mk2 Marketing & Kommunikation GmbH, welche die Food Export Association repräsentiert und verantwortlich ist für die Vermarktung beispielsweise von Walnüssen, Cranberries und Sweet Potatoes. Das Lebensgefühl des „American way of life“ als kulinarischer Import.

Andrea Gosewisch, die für das Marketing von Genuport verantwortlich ist, erklärt, welche Auswirkung diese Philosophie auf den amerikanischen Lebensmittelmarkt hat: „Dieses Attribut liefern ausschließlich Original-Produkte – die Produkte, die der Verbraucher aus Filmen oder aus seinem letzten USA-Urlaub kennt. Me-too Produkte können sich dagegen nur schwer durchsetzen – der Flair des Echten mach einen großen Teil der Attraktivität US-amerikanischer Lebensmittel aus.“ Mit Marken wie Pepperidge Farm oder Snyder’s of Hanover will Genuport genau diesen Ansatz verfolgen. Als Bindeglied zwischen Herstellern und Handel verfolgt der Importeur individuelle Distributionsstrategien, um ein Stück Amerika im Alltag der deutschen Konsumenten zu etablieren. „Gerade diese Zusatzleistungen sind in der heutigen globalisierten Welt von enormer Bedeutung – denn Produkte aus der ganzen Welt sind für den Verbraucher leicht zugänglich geworden“, sagt Gosewisch. Mit der entsprechenden Platzierung im Handel und unterstützenden Aktionen würde jedoch der perfekte Rahmen für die jeweiligen Produktansprüche geschaffen. Auch der führende Produzent für Beef Jerky, Jack Links, hat sich ganz offen dem Vertrieb dieses Lebensgefühls verpflichtet. Mit Slogans wie „Feed Your Wild Side“ appelliert die Firma ganz bewusst an das Bedürfnis der Konsumenten nach Produkten mit Mehrwert. „Die Mission von Jack Link’s ist es, weltweit führender Anbieter von Fleischsnack-Markenartikeln zu sein“, sagt Marketing Director Harald Schnalke selbstbewusst zur Unternehmensstrategie.