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Edeka Center Specht Ludwigsfelde Der Natur verpflichtet

Susanne Klopsch | 09. März 2018

Die Stadt Ludwigsfelde hat mit dem Bau der Ludwig-Arkaden endlich eine Mitte. Einer der Ankermieter im Einkaufs‧zentrum ist das Edeka Center Specht. Familie Specht musste die Stadt nicht lange bitten, um umzuziehen und zu investieren.

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Ludwigsfelde, zwischen Berlin und Potsdam gelegen, ist ein Industriestandort mit Tradition. Einst baute Daimler-Benz hier Flugzeugmotoren. In der DDR rollten die W50-Lastkraftwagen vom Band des IFA-Werkes. Heute ist die Stadt geprägt von Automobilproduktion sowie Luft- und Raumfahrttechnik. Und so war der erste Gedanke von Inhaber Hans-Hermann Specht, diesen Industriecharakter im neuen Center Ausdruck zu verleihen. Doch zum Glück kam alles anders. Aber der Reihe nach.

Schnell gelesen

E-Center Specht, Potsdamer Str. 60, 14974 Ludwigsfelde

  • Edeka Specht: ein Familienbetrieb mit eigenen Vorstellungen vom Einzelhandel
  • Der Name wurde durch einen von der Familie initiierten Malwettbewerb zum Logo
  • Edeka Specht steht für soziales Engagement.
  • Starkes Engagement für die Umwelt.
  • Mehr als nur eine Erlebniseinkaufswelt.

Familie Specht zog 2009 nach Ludwigsfelde. Familie Specht das sind Elisabeth (Studentin), Esther (Schülerin), Stella (Marktleitung und Öffentlichkeitsarbeit), Carmen (die gute Seele) und Hermann (Inhaber). Der gelernte Fleischermeister eröffnete seinen ersten Markt nur 500 Meter Luftlinie vom heutigen Standort entfernt. Doch seit die Einwohnerzahlen von Ludwigsfelde nur eine Richtung kennen, nach oben, forcierte die Stadt den Bau eines innerstädtischen Zentrums. Die Ludwig-Arkaden, links und rechts von der Autobahnbrücke gelegen und durch einen großen Parkplatz direkt unter der Brücke verbunden, wurden am 1. Dezember 2016 eröffnet. Einer der Ankermieter ist das neue E-Center Specht. Nachbar ist übrigens die Polizeiwache. Rund zwanzig Mieter teilen sich die Gebäude auf der anderen Seite.


Grösser, übersichtlicher und mehr Platz
Hatte der alte Markt 1.500 Quadratmeter Verkaufsfläche, so ist der neue mehr als doppelt so groß. Großzügig und übersichtlich: so präsentiert sich der Markt nun. Hohe Decken, breite Gänge und liebevoll gestaltete Details wie zum Beispiel die von Hand gemalten Spechte, sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Familie Specht hat mehr als eine Erlebniseinkaufswelt geschaffen. Ein wenig ungewöhnlich, aber stark frequentiert, ist der Imbissverkauf nach außen. Eilige Kunden müssen nicht in den Markt. Doch ist der Kunde erst einmal drinnen , wird er zum Kauf inspiriert und verführt.

Links auf dem Loop zieht das Gewächshaus Infarm Blicke auf sich (siehe auch Text S. 43). Es folgt die Essbar, ein Highlight des Marktes, in dem es zur Mittagszeit schwer ist, einen Platz zu bekommen. Rechts die große Obstabteilung, in der der Bio-Anteil bei 20 Prozent liegt.

Kunden, die keinen Einkaufszettel „abzuarbeiten“ haben, können sich von Fokuspunkten inspirieren lassen. Hervorzuheben ist der Frischebereich. Doch auch Sondermöbel, wie mit heimatlichen Produkten gefüllte Holzregale, ein schwebendes Regal über einer Tiefkühlruhe, ein Kühlmöbel mit Salami- und Schinkenspezialitäten im Preback-Bereich und ein mobiles Käsekühlmöbel in der Weinabteilung, sind gekonnt platziert und sorgen für Aufmerksamkeit beim Kunden.

Fakten im Fokus
  • Verkaufsfläche: 3.100qm
  • Mitarbeiter: 122 (85 VZ; 6 Azubis)
  • Artikel: 32.000
  • Durchschnittsbon: 15,50
  • Umsatz mit regionalen Artikeln im O+G Bereich: 15%

Der Name ist Programm
Ludwigsfelder Kunden gehen nicht zu Edeka, sie gehen zum Specht. Das war schon im alten Markt so und im neuen erst recht. Der Name wurde zum Logo: Vor der Eröffnung initiierte die Familie einen Malwettbewerb. Mehrere Schulen und noch mehr Schüler haben daran teilgenommen – die Wahl fiel schließlich auf den Entwurf von Sophie Haase. Eine Bildergalerie in der Essbar zeugt vom Wettbewerb und dem ganz schön mühsamen Entscheidungsprozess. Heute findet sich das Logo auf der Website, der Werbung, im Markt und an den Kassenampeln.

Die Kaufmannsfamilie hat sich das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. „Es soll und muss einen verantwortungsbewussten Kreislauf der Ressourcen geben“, sagt Hermann Specht. Seine Devise: Nicht reden – sondern machen. Mit der Abwärme wird der Markt beheizt. Betrugen die Energiekosten im alten Markt 15.000 Euro pro Monat, so sind es jetzt bei doppelter Fläche nur 18.000 Euro. Doch damit nicht genug: Viele der Verpackungen sind ökologisch abbaubar. Alle Mitarbeiter engagieren sich, um den Abfall so gering wie möglich zu halten. Noch zu verwertende Lebensmittel werden zum Beispiel an den Kleintierzoo abgegeben. Der grüne Strom kommt vom regionalen Anbieter und eine Elektroladesäule steht Kunden kostenlos zur Verfügung.

Vielfalt aus aller Welt und der Heimat
Die neue Filiale hat alles, was ein Kunde braucht. Neben der beliebten Essbar, einer großen Zeitschriften- und Tabakwarenabteilung kommt die Fischtheke bei Kunden gut an. Edeka Specht steht für frische Produkte, makellosen Geschmack und Vielfalt aus aller Welt. Der neue Markt bietet genug Platz, um all die guten Lebens- und Genussmittel anzubieten. Im Sortiment, das zu neunzig Prozent von der Edeka kommt, sind rund 32.000 Artikel. Dazu kommen Lebensmittel von 120 regionalen Lieferanten wie zum Beispiel Produkte der Landfleischerei Bendig, der Bäckerei Paul, der Klosterfelder Senfmühle und der Gläsernen Molkerei. Erdbeeren aus Diedersdorf, Spargel aus Ludwigsfelde und Obst aus Werder sorgen in der Saison für Absatz.