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Alimentaria Wichtige Rolle beim Export

Sonja Plachetta | 05. Februar 2020
Alimentaria: Wichtige Rolle beim Export
Bildquelle: Alimentaria

Die Lebensmittelmesse Alimentaria in Barcelona setzt auf Internationalisierung. Messe-Chef J. Antonio Valls erklärt, welche Rolle Deutschland dabei spielt.

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Warum sollten deutsche Händler und Käufer zur Alimentaria fahren?
J. Antonio Valls: Die deutschen Fachleute können bei der Alimentaria die neuesten Trends der Lebensmittel- und Getränkebranche nicht nur aus Spanien oder Deutschland, sondern aus der ganzen Welt kennenlernen. Die Internationalisierung der Messe ist der Schlüssel zum Erfolg. 2018 stammten von den 4.500 Ausstellern bereits rund 1.000 aus dem Ausland, aus 70 Ländern, und 30 Prozent der 150.000 Besucher kamen aus mehr als 150 Ländern. Ein weiteres Plus der Alimentaria ist das vielfältige Angebot. Auf 110.000 Quadratmetern gibt es rund ein Dutzend verschiedene Fachmessen. Das begünstigt Synergien und ermöglicht vielfältige Geschäftsmöglichkeiten.

Welche Rolle spielt Deutschland bei der Internationalisierung der Alimentaria?
Deutschlands Rolle wächst von Mal zu Mal. Bereits 2018 hat das Land seine Präsenz im Vergleich zu einigen Jahren zuvor verdoppelt und wurde dank der Teilnahme von 38 Ausstellern, die rund 560 Quadratmeter besetzten, das Land mit der fünftgrößten Messebeteiligung. Von diesen Unternehmen waren 24 Direktaussteller, die restlichen 14 beteiligten sich unter dem Dach des Deutschen Lebensmittel- und Agrarprodukte-Exportverbandes GEFA. 2020 erwarten wir bis zu 42 deutsche Aussteller, was einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber 2018 entspricht, vor allem dank der stärkeren Beteiligung von Unternehmen der Fleischindustrie. So spielt die Alimentaria eine immer wichtigere Rolle beim Export deutscher Produkte nach Europa und Lateinamerika.

Inwieweit ist der deutsche Markt für spanische Hersteller attraktiv? In welchen Branchen besonders?
Deutschland ist einer der Hauptpartner für Spanien in der Lebensmittel- und Getränkebranche. Nach Angaben des spanischen Lebensmittel- und Getränkeindustrieverbandes (FIAB) aus dem Jahr 2018 war Deutschland der fünftwichtigste Empfänger spanischer Lebensmittel- und Getränkeexporte mit einem Volumen von knapp 1,86 Milliarden Euro, was 6,1 Prozent des gesamten spanischen Exportumsatzes dieser Branche entspricht. Gegenüber 2017 ist der Wert um 2,4 Prozent gewachsen. Die meisten Exporte nach Deutschland waren zu verzeichnen bei Wein mit einem Umsatz von 398 Millionen Euro, Obst- und Gemüsekonserven mit 319 Millionen Euro und Fleischkonserven mit 156 Millionen Euro Umsatz.

Welche der Innovationen, die auf der Alimentaria vorgestellt werden, könnten sich Ihrer Meinung nach auf dem deutschen Markt etablieren?
Die Unternehmen, die zur Alimentaria kommen, stellen ihre Neuheiten erst dort vor. Doch wir sind überzeugt, dass die deutschen Fachbesucher insbesondere im wichtigsten Sektor, der Fleischmesse Intercarn, eine Vielzahl an Produkten vorfinden, die sich in Deutschland vermarkten lassen. Auch die Expoconser, die Messe für die Konservenbranche, ist ein guter Ort, um nach Neuheiten aus einer Branche zu suchen. Innovationen sind neben der Internationalisierung die zweite wichtige Säule der Messe. Die neuesten Trends in der Branche stellen wir zum Beispiel vor in der Innovations-Ausstellung ,The Alimentaria Hub‘, in der 300 führende Neuentwicklungen der Lebensmittelbranche gezeigt werden.

Welche Trends im Lebensmittelsektor ragen Ihrer Meinung nach im Jahr 2020 hervor?
Der Wandel in der Lebensmittelbranche ist schnell und wird vom Geschmack der Verbraucher bestimmt, der in einer globalen Welt schnell wechselt. Wichtige Themen sind zum Beispiel die Personalisierung und der Herkunftsnachweis von Lebensmitteln. Das Angebot an Convience-Produkten und Gastro-Angeboten im Supermarkt wird zunehmen. Auch die Lieferung von Lebensmitteln wird zunehmen.