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Werbemittel Der richtige Mix aus klassisch und modern

Bettina Röttig | 27. Februar 2013

Klappern gehört zum Handwerk eines Kaufmanns. Das Repertoire an Werbe- und Marketingtools hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erweitert.

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Der Mix macht’s, will man möglichst alle Käufergruppen erreichen und zielgruppengerecht ansprechen. Sich neuen Medien zu öffnen ist dabei meist weniger eine Frage des Budgets sondern setzt vor allem eine Portion Mut und Durchhaltevermögen voraus.

[Bild 1] Nach wie vor unverzichtbar in der Kundenansprache sind klassische Medien wie Handzettel, Plakatwerbung am PoS, aber auch Radio- und TV-Werbung, die insbesondere zentralseitig gesetzt werden. Insgesamt rund 1,9 Mrd. Euro investierten Handels-Organisationen 2011 laut Nielsen in diese klassischen Formate.

Eine neue Spielwiese bietet die Online- und Mobile-Welt.

[2] Ohne eigene Internet-Präsenz ist ein Unternehmen heute geradezu nicht-existent. Eine Website ist schon lange zur Pflicht geworden. Wer es richtig machen möchte, bietet hier mehr als nur Basis-Informationen und aktuelle Angebote. Spiegeln Sie den Stil Ihres Unternehmens wider, zeigen Sie Nähe – z. B. durch die kreative Vorstellung Ihrer Mitarbeiter – und natürlich Kompetenz. Die Bereitstellung von Informationen zu den wichtigsten Ernährungsfragen, Warenkunden etc. sind hierfür Beispiele.

[3] Seit dem Aufkommen mobiler Applikationen und anderer Instrumente vielleicht ein wenig in den Hintergrund gerückt ist der E-Mail-Newsletter. Er dient vor allem zur Verbreitung des Handzettels in digitaler Form sowie von Einladungen zu anstehenden Markt-Events. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen: Wer einen Newsletter abonniert, hat echtes Interesse an dessen Anbieter. Nutzen Sie eine personalisierte Ansprache und zugeschnittene Angebote, um das gewisse Extra an Service zu bieten.

[4] Aktuelle Angebote verknüpft mit Einkaufslisten-Funktion, Veranstaltungs-Marketing, Warenkunde und Beratungstools – und das alles „to go“. Apps fürs Smartphone oder Tablet sind ein modernes Marketinginstrument geworden. Ein App-Baukasten-System hat der MLF für seine Mitglieder entwickelt. Sie können sich mittlerweile aus rund zwei Dutzend Modulen die für sich passenden Funktionen (Käse-Lexikon, Weinberater etc.) aussuchen. Besonders viele Nutzer haben z. B. Rewe Aupperle, Frischemarkt Friedhelm Dornseifer und Edeka Gebauer.

[5] Markt-Events promoten oder auch den eigenen Handzettel vorlesen: Immer mehr Händler nutzen das Soziale Netzwerk Facebook zur Eigenvermarktung und sind vor allem über den persönlichen Austausch näher an ihren (jungen) Kunden.

[6] Eine Präsenz auf Googles YouTube-Plattform haben beispielsweise die Discounter Netto und Lidl. Sie bieten hier Video-Spots zu Gesundheitsthemen oder beworbenen Produkten.

[7] Für regionales Marketing beinahe selbstverständlich geworden sind das Sportsponsoring regionaler Vereine, Jugendmannschaften etc. sowie gesellschaftliches Engagement, beispielsweise durch Kooperationen mit Schulen und Kindergärten. Wie man ein solches Engagement nicht nur zur Steigerung des Bekanntheitsgrades und Ansprache der Kunden von morgen, sondern vor allem dazu nutzen kann, seinen Absatz anzukurbeln, das beweist z. B. der Koblenzer Edeka-Kaufmann Konrad Kreuzberg (l). Gegen Hertha BSC schoss TUS-Koblenz-Spieler Michael Stahl (r.) aus 61,5 Metern das Tor des Jahres 2010. Mit Konrad Kreuzberg verkaufte er 61,5 m Fleischwurst zugunsten der TUS-Jugend.

Bildquellen: awk, Shutterstock, Edeka Kreuzberg, Annette Shaff / Shutterstock.com, Belz, Höcker