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Shoppingcenter Revitalisierung vor Neueröffnung

Susanne Klopsch | 24. August 2012

Etwas kleiner, dafür feiner – das ist Trend bei Shoppingcentern. Investiert wird aber auch verstärkt in Modernisierungen.

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444 Shoppingcenter mit einer Gesamtfläche von fast 14 Mio. qm gab es zum 1. Januar 2012 in Deutschland. Und weitere sind in Planung, wie die große Studie des EHI, der EHI Report Shopping-Center 2012, auflistet. In diesem Jahr werden voraussichtlich elf neue Shoppingcenter eröffnet.

Nach dem Wiedervereinigungs-Boom der 90er-Jahre, der sich bis 2009 hinzog und in dem vor allem großflächige Center (mehr als 10.000 qm Mietfläche) entstanden, beobachtet man beim EHI in jüngster Zeit eher rückläufige Zahlen bei Neueröffnungen. In den Fokus der Centerbetreiber ist die Revitalisierung älterer Standorte gerückt. „Rund 65 Prozent aller Shoppingcenter, die heute in Deutschland existieren und etwa 9 Mio. qm Shoppingcenter-Fläche einnehmen, wurden vor dem Jahr 2000 errichtet und sind damit vergleichsweise alt", heißt es in der EHI-Studie nüchtern, „nach spätestens zehn Jahren, so heißt es in der Branche, sollen Shoppingcenter modernisiert werden." Aktuell gibt es laut EHI 42 Revitalisierungsmaßnahmen. Insgesamt gehen die Fachleute in der EHI-Studie aber von fast 200 Shoppingcentern aus, die einer Revitalisierung bedu?rfen.

Als Standort hat die Innenstadt (wieder) die Nase vorn: 45 Prozent der hierzulande betriebenen Shoppingcenter stehen in Innenstädten, 40 Prozent in Stadtteilen, auf der Grünen Wiese nur 15 Prozent.

Betrachtet man die Standorte der Neueröffnungen 2010 und 2011, wird der Trend noch deutlicher. 12 der 16 erfassten Center liegen in der Innenstadt, drei in Stadtteilen – und nur eines auf der Gru?nen Wiese (Landshut-Park). Als Standorte werden Mittelstädte (20.000 bis 99.999 Einwohner) sowie Großstädte (ab 100.000 Einwohnern) favorisiert.

Viele der Neueröffnungen, so die Erhebung des EHI, sind multifunktional: Neben dem Bereich Shopping nehmen sogenannte Freizeit- und Entertainmentflächen immer mehr Raum ein, ebenso wie Flächen für Art- und Anwaltspraxen, aber auch Büroräume. Gerade in innerstädtischen Lagen nehme das Shoppingcenter dann „die Funktion eines zentralen Marktplatzes im Ort ein".