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Brauchen Sie für weiteres Wachstum auch Zukäufe? Gerade hat Diageo Mey Icki gekauft, den Hersteller von Yeni Raki…
Dieser Kauf hat natürlich auch die strategische Komponente, dass die Diageo-Marken damit besseren Zugang zum türkischen Markt bekommen. Uns wird die Marke Yeni Raki angesichts von rund 3,5 Mio. türkischen Mitbürgern in Deutschland und geschätzten 4 bis 5 Mio. deutschen Türkei-Urlaubern sicherlich helfen.
Ihre Ziele?
Aktuell werden in Deutschland 160.000 Kisten à 9 l verkauft. Umgerechnet auf 0,7 l wären das mehr als 2 Mio. Flaschen. Das soll in den nächsten Jahren verdoppelt werden. Im 20 Mio. l starken Anis-Spirituosenmarkt wollen wir ein größeres Stück vom Kuchen. Dafür werden wir einiges für die Marke tun.
Viele Spirituosenmarken sind ja emotional stark aufgeladen, da eröffnen sich Phantasie-Welten, die man im Regal eher nicht wiederfindet. Muss sich das ändern?
Die Themenwelten werden zu wenig umgesetzt. Das hängt aber sehr stark von den Herstellern ab. Die müssen mit individuellen Promotions, Displays und Ideen aktiv werden. Wir müssen die Impulse setzen, weil Spirituosen nun mal keine Plankäufe sind. Auch dafür bauen wir unsere Vertriebsleistung weiter aus.?
Markus Kramer begann seine berufliche Laufbahn nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Köln als Key-Account-Manager bei Unilever. Es folgten neun Jahre bei Bacardi Deutschland, in denen er verschiedene Positionen im Verkauf wahrnahm, zuletzt als Vertriebsdirektor Handel. Vor Diageo arbeitete Markus Kramer drei Jahre lang bei Coca-Cola, wo er als Geschäftsleiter für das Verkaufsgebiet Nord zuständig war. Der 43-Jährige hat zwei kleine Kinder und lebt mit seiner Familie in Hamburg. Liebste Freizeitbeschäftigung: Joggen rund um die Alster. Aber erst nach der Familie. Und gegen einen „Tom Collins“ (Tanqueray Gin, Zitronensaft, Zuckersirup, Soda, Eis) am Abend hat er auch nichts einzuwenden.
