Nachgefragt Industrie und Nachhaltigkeit - Colgate-Palmolive, Deutsches Milchkontor, Dr. Oetker, Euryza

Der Umgang mit begrenzten Ressourcen ist eine Herausforderung, die Lebensmittelproduzenten nachhaltig angehen und nicht als kurzfristige Image-Aufhübschung sehen.

Freitag, 07. Oktober 2011, 00:00 Uhr
Lebensmittel Praxis
  1. Wo legen Sie in Ihrem Unternehmen einen besonderen Schwerpunkt in puncto Ressourcenschonung?
  2. Welche Projekte zum Thema Ressourcenschonung stehen aktuell bzw. kurzfristig in Ihrem Unternehmen an?

{tab=Colgate-Palmolive}

Dany Schmidt, Colgate-Palmolive

1. Colgate-Palmolive hat das Ziel, alle Produkte durch eine stetige Verbesserung der Nachhaltigkeitskriterien zu optimieren, d.h. fortdauernde Senkung des Wasser- und Energieverbrauchs, Emissionssenkung, Optimierung von Verpackungen uvm.

2. Wir begegnen der zunehmenden Verknappung nicht-erneuerbarer Rohstoffe mit konsequenter Optimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So gelang es, den Anteil erneuerbarer Energie und nachhaltiger Rohstoffe auf 20 Prozent zu erhöhen. Der Wasserverbrauch wurde in den eigenen Produktionsstätten um 40 Prozent und der Emissionsanteil und Energieverbrauch im Zusammenhang mit der Herstellung sowie dem Vertrieb von CP-Produkten um bis zu 20 Prozent reduziert.

{tab=Deutsches Milchkontor}

Dr. Josef Schwaiger, Deutsches Milchkontor GmbH

Ökologisch umsichtig zu handeln und die Natur zu schützen, steht bei DMK und seinen Vorgängerunternehmen seit jeher im Zentrum unseres Handelns und ist zentraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Meilensteine auf dem Weg zum energieeffizienten Unternehmen sind die Inbetriebnahmen der Biomasseheizwerke an den Standorten Bad Bibra und Waren. Hier leisten wir nicht nur einen nachhaltigen Beitrag zur CO2-Minimierung, sondern unterstützen gleichzeitig die regionale Forstwirtschaft. Ein weiteres übergreifendes Projekt ist die Erstellung von Ökobilanzen für exemplarische Produkte aus unserem Sortiment. Auf der Basis der Ergebnisse werden wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiter ausbauen.

{tab=Dr. Oetker}

Otto Clüsner, Geschäftsführer Produktion, Technik, Umwelt Dr. Oetker

1. Ressourcenschonung bedeutet bei Dr. Oetker, die Produktions- und Prozessabläufe ständig zu optimieren und die Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern. So nutzen wir Abwärme zur Brauchwassererwärmung oder setzen auf den sinnvollen Einsatz von erneuerbaren Energien.

2. Der verantwortungsvolle Umgang mit Energie wird auch in Zukunft ein wichtiges Thema für uns sein. Daher implementieren wir sukzessive in unseren Werken ein gezieltes Energiemonitoring und Energiemanagementsystem. Auf diese Weise werden Einsparpotenziale aufgezeigt, was der Ressourcenschonung deutlich zugutekommt. Der nächste Schritt ist die Zertifizierung dieser Energiemanagementsysteme nach DIN ISO 16001 durch unabhängige Prüfer.

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Barbara Andrae, Marketing Managerin Euryza

Wir sind Gründungsmitglied des Hamburger Ökoprofit-Projektes (Ökologisches Projekt Für Integrierte Umwelt-Technik), das 2007 mit dem Ziel der Schonung der natürlichen Ressourcen (u.a. Wasser, Energie) initiiert wurde. Nach erfolgreicher Teilnahme wurden wir als Partner zertifiziert und auch anschließend mehrfach als Umweltpartner der Stadt Hamburg ausgezeichnet. 2. Der Stromverbrauch hat in unserem Unternehmen den größten Umwelteinfluss, so dass wir unsere Anstrengungen zur Energieeinsparung ungemindert fortsetzen.

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