Parkplatzmanagement „Nicht-Kunden kriegen ihr Fett weg“

Ulrich Budnik (Foto), Inhaber von Rewe Homberg & Budnik in Dortmund, gibt Einblicke in die Parkraum-Problematik und seine Lösung, bei der ihm Loyal Parking geholfen hat.

Freitag, 27. November 2020 in Management
Lebensmittel Praxis
Artikelbild „Nicht-Kunden kriegen ihr Fett weg“
Bildquelle: Peter Eilers

Warum haben Sie die externe Dienstleistung für die Parkplatzkontrolle eingeführt?
Um Kunden die Parkplätze freizuhalten, die ihnen zustehen. Durch die Lage ist unser Rewe-Parkplatz sehr beliebt bei Nicht-Kunden. Die parken ihr Auto nur, um in der näheren Umgebung feiern zu gehen. Und es gibt Kunden, die zwar bei uns eine Kleinigkeit kaufen, dann aber das Auto stehen lassen und ewig woanders sind.

Wie reagieren die Kunden?
Es ist häufiger vorgekommen, dass Nicht-Kunden ihr Auto bei mir abstellen, um einen trinken zu gehen. Wenn die dann (alkoholisiert) bei ihrer Rückkehr ein Knöllchen am Auto finden, gehen sie oft gleich zum Markt und erfinden die wildesten Geschichten, um ungeschoren aus der Sache rauszukommen.

Wie gehen Sie mit verärgerten Kunden um?
Ich gebe ihnen die Nummer des Dienstleisters, damit der die Angelegenheit klärt. Der Rewe-Markt hat mit den Knöllchen im Grunde nichts zu tun.

Gibt es eine Kulanzregelung bei Ihnen?
Ja, Strafzettel können für nichtig erklärt werden. Aber klare Regelungen gibt es dafür nicht. Man muss jedes Mal individuell entscheiden, ob ein Strafzettel gerechtfertigt ist oder nicht.

Welche Lösungen gegen Nicht-Kunden gibt es?
Zum einen gibt es die Parkscheibe, die funktioniert für uns aber nicht. Damit kommt der Markt nicht weiter. Dann gibt es noch Bodensensoren. Wenn ein Auto darüber parkt und der Motor warm ist, schlägt der Sensor an. Das funktioniert aber schon dann nicht, wenn ein Auto parkt, aber der Motor nicht über dem Sensor ist. Also wenn man nun rückwärts einparkt anstatt vorwärts. Und der Porsche hat den Motor ja immer im Kofferraum. Außerdem klebt oder schraubt man die Sensoren auf den Boden. Das sieht oft nicht schön aus, und eine Stolperfalle ist es obendrein.

Was empfehlen Sie Ihren Kollegen dann?
Für mich funktioniert die automatisierte Parkplatzkontrolle. Die Lösung mit dem neuen Kamerasystem (drei Kameras) ist meiner Meinung nach die sinnvollste. Sie ist zuverlässig, und die Kunden können eindeutige Fotoaufnahmen eher nachvollziehen als Behauptungen mit Zeitstempel.

Welches Limit für die Parkdauer halten Sie für zu kurz?
Die Parkdauer auf eine Stunde zu limitieren, finde ich zu knapp. Meiner Erfahrung nach kann ein Einkauf schon mal länger dauern. Außerdem muss man bedenken, welche Gebäude in der näheren Umgebung stehen. Wenn gegenüber dem Markt ein Krankenhaus oder eine Praxis ohne Parkplatz steht, ist eine Stunde auch hier viel zu wenig Zeit.