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Ausbilder des Jahres 2018 Die Gewinner

| 27. September 2018

Die Preisträger und ihre Konzepte.

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Kategorie - Super- und Verbrauchermärkte

Christian Klotz, Tegut Göttingen
Der Weiterbildungspate: Christian Klotz leitet die Tegut-Filiale in Göttingen-Zietenterrassen. Die Verkaufsfläche des recht neuen Marktes beträgt 1.450 Quadratmeter. Insgesamt arbeiten hier 20 Mitarbeiter, darunter sind vier Lernende. Christian Klotz engagiert sich bereits seit 1995 im Unternehmen Tegut. 2002 war er Absolvent des ersten Jahrgangs im Tegut-Studium zum Staatlich geprüften Betriebswirt. In seiner Abschlussarbeit ging es übrigens um das Thema permanente Inventur (die es zu diesem Zeitpunkt bei seinem Arbeitgeber noch nicht gab). Seit 2005 betreut der Filialgeschäftsführer in Göttingen-Zietenterrassen regelmäßig Teilnehmer des internen Studiums, seit 2018 auch Teilnehmer des neuen Führungsnachwuchskräfte- Programms Handelsfachwirt plus. Er engagiert sich nicht nur für die vier Lernenden, die in seiner Filiale ihre Ausbildung absolvieren.

Wertschätzung auf allen Ebenen
Als Prozesscoach und Berater berät er auch andere Geschäftsführer und hilft ihnen, Defizite zu verringern. In der Fuldaer Zentrale betrachtet man ihn daher als „Weiterbildungspaten“. Wenn man mit seinen Auszubildenden spricht, spürt man eine große Wertschätzung gegenüber dem Chef. Die jungen Leute sind sich einig: Christian Klotz weiß, wie er Menschen „anpacken“ muss, um das Beste aus ihnen herauszuholen.

Kategorie - SB-Warenhäuser

Nadine Bayer, Metro St. Augustin
Die Unermüdliche: Mit Nadine Bayer zeichnet die Jury eine Kandidatin aus, die bereits 2015 ganz oben auf dem Treppchen gestanden hat. Sie hat in der Zwischenzeit nicht locker gelassen und weiter Gas gegeben, immer mit dem Ziel, ihre 15 Azubis fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Dazu nutzt sie die ganze Palette von Maßnahmen, die heute eine gute Ausbildung ausmachen. Sicher kommt ihr auch ihr direkter Draht zum Betriebsleiter zugute, schließlich ist sie seine Assistentin.

Zahlreiche Ehrenämter
Doch damit nicht genug: Außerdem ist sie Beauftragte für den Führungsnachwuchskreis, Betriebsratsvorsitzende, Schwerbehindertenbeauftragte, Mitglied im IHK-Prüfungsausschuss und ehrenamtliche Richterin beim Arbeitsgericht in Siegburg. Beim Recruitung setzt Frau Bayer auf neue Medien. So hat sie 2017 erstmals mit ihren Azubis einen Videofilm gedreht, und zwar mit Unterstützung einer professionellen Werbeagentur. In den Azubi-Meetings haben die jungen Leute besprochen, welche Abteilungen und welche Szenen sie in dem Film zeigen möchten. Der Drehtag hat so viel Spaß gemacht, dass sie dieses Jahr erneut vor die Kamera gegangen sind. Bemerkenswert ist das soziale Engagement: Ihr gelingt es, Flüchtlinge in den Alltag zu integrieren.

Kategorie - Selbstständiger Einzelhandel

Die Lischkas, Rewe Lischka
Gutes Team: Sonja und Markus Lischka managen nicht nur ihre Familie, sondern gemeinsam auch drei Märkte. Diese liegen allesamt in Landsberg am Lech. Erst 2014 haben sie sich selbstständig gemacht. Markus Lischka war zuvor Bezirksleiter bei der Rewe, seine Frau ist studierte Sozialpädagogin. Ihre sieben Azubis werden tatsächlich so ausgebildet, wie es im Lehrbuch steht: nach dem Leitspruch „Stärken stärken und Schwächen schwächen“, mit viel Unterstützung und Zuspruch. Dabei haben die jungen Menschen ausreichend Platz für eigene Ideen. Die Kaufleute arbeiten in verschiedenen Bereichen mit einem Prämiensystem. Für die Durchschnittsnote Eins im Zeugnis erhalten die Azubis eine Prämie von 500 Euro. Außerdem werden sie auch in den Jahreszielen berücksichtigt. Auch hier gibt es bei Zielerreichung pro Maßnahme 500 Euro.

Perfekte Prüfungsvorbereitung
Bislang haben alle Azubis ihre Abschlussprüfung bestanden. Darunter waren besonders gute Abschlüsse, etwa die von Lukas, der heute Assistent in einem der drei Märkte ist. Mindestens genauso freuen sich die Lischkas darüber, dass ein junger Flüchtling aus Afghanistan seine Prüfung mit 90 Prozent bestanden hat und nun sogar eine Weiterbildung zum Handelsfachwirt machen kann.

Kategorie - Handelszentralen

Susanne Pfunder, Edeka Südwest
Die Teamspielerin: Susanne Pfunder leitet das Team Personalentwicklung der Edeka Südwest, mit derzeit 78 Mitarbeitern. Außerdem hat sie 16 zusätzliche Helfer, in Form von Azubi-Botschaftern. Diese kommen aus der Zentrale, den Regie- und Produktionsbetrieben. Die jungen Leute haben sich freiwillig zu einem Casting gemeldet und wurden ausgewählt. Sie haben einen Zusatzvertrag und ein Firmenhandy und befeuern die sozialen Medien zum Beispiel auf Instagram, Snap- Chat oder der eigenen Internet-Seite „Hier-bleib-ich“.

Wohngemeinschaft
Die Südwestler haben seit August eine Azubi-Wohngemeinschaft eingerichtet. Alle Azubis aus dem Einzelhandel konnten sich bewerben, drei von ihnen wurden gecastet und sind in die WG eingezogen. Was sie dort erleben, wird gefilmt und auf YouTube veröffentlicht, jede Woche entsteht eine neue Folge. Neben diesen imagebildenden Maßnahmen geht es bei der Edeka Südwest in erster Linie um Schulungsmaterialien und Methoden. Das Unternehmen hat beispielsweise seine Workshops neu ausgerichtet. Dabei geht man weg vom reinen Schulwissen und klassischer Warenkunde- Schulung hin zum prozessorientierten Denken und Handeln. Zwölf Basis-Bestandteile ziehen sich wie ein roter Faden durch jeden Schulungstag.