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EuroCis Retail-Tech zum Ausprobieren

Martin Heiermann | 23. März 2018
EuroCis: Retail-Tech zum Ausprobieren

Bildquelle: Messe Duesseldorf / Tillmann & Partner

Der Handel steht vor Investitionsentscheidungen. Selfscanning oder Indoor-Analytics sind Tools, über die früh genug entschieden werden muss. Entscheidungshilfen bot die Messe EuroCis.

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In den vergangenen zehn Jahren hat die EuroCis in Düsseldorf einen erheblichen Aufschwung genommen. Entsprechend der wachsenden Bedeutung der Retail Technology avancierte sie zu einer führenden Messe in diesem Bereich in Europa. Die aktuellen technologischen Entwicklungen, sowohl im stationären als auch im Online-Handel und die daraus resultierenden Investitionen des Handels geben der Messe Rückenwind. Das berichtet auch Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Neben Dauerbrennern, wie beispielsweise Checkout-Systemen oder PoS-Soft- und Hardware, bestimmten auch neue Themen die Veranstaltung von Ende Februar bis Anfang März . So vor allem Lösungen im Bereich des Internets der Dinge, um die sogenannte erweiterte Realität, Englisch: Augmented Reality und um Virtual Reality. Themen wie Robotik und künstliche Intelligenz waren auch präsent.

Viele kamen

Nach Düsseldorf zur EuroCis kamen in diesem Jahr rund 12.000 Besucher aus dem In- und Ausland. Das waren laut Messe so viele wie nie zuvor (2016: 10.253). Auch in anderen Bereichen gab es deutliche Zuwächse, denn bereits die Ausstellerzahl von 470 Unternehmen aus 29 Ländern und die belegte Fläche mit 13.400 Quartmetern erreichten die Vorveranstaltungen nicht.

Beim Start-up-Hub zeigten zwölf Newcomer beispielsweise, wie man Ware selbst per App scannt, bezahlt und ohne Kassenvorgang das Geschäft verlässt. Hier ist das Vorbild wohl Amazon Go. Aber auch der Elektrohändler Saturn probiert dies aus. Zu sehen war aber auch, wie eine Instore Analytics-Lösung in Echtzeit misst, wie sich die Kunden im Store bewegen und mit welchen Produkten sie interagieren.


Einen ganzheitlichen Ansatz präsentierte Fujitsu in Düsseldorf. Ralf Schienke, Sales Manager Retail Central Europe, zeigte das Ergebnis einer zweijährigen Analyse zum Thema Customer Journey. Integriert waren beispielsweise die Nutzung des Smartphones im Laden, das immer aktueller werdende Thema Selfcheck-out oder auch Alexa von Amazon. Verbinden lassen sich diese Retail-Tech-Tools allerdings auch mit der Store-Technologie, wie etwa der Kühlung. Schienke geht davon aus, dass auch für den Lebensmittel-Einzelhandel diese Thematiken näher kommen, auch wenn sich nach wie vor die Frage stellt, inwieweit die Systeme wirklich wirtschaftlich sind arbeiten.

Mit der Frage, welche Wege Kunden in Geschäft nehmen, beschäftigte sich auch Tyco Retail Solutions auf der EuroCis. Das Unternehmen zeigte die neuesten Tools zum Thema Marketing Intelligence und Was-wäre-Wenn-Analyse. Die Instore-Analyse konnte die Besucher aber auch nahe der Düsseldorfer Messe im Retail-Experience-Center des Unternehmens in Live-Demos erleben.