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Mediterranes Flair - Aschoff Edeka Einkaufen mit Freude

Reiner Mihr | 27. August 2010

Robert Aschoff hatte beim Bau seines Edeka-Marktes ganz eigene Vorstellungen: mediterranes Flair hatte er im Sinn, denn Einkaufen soll nicht lästig sein. Material, Licht, Sortiment sollten passen. Die bisherigen Umsätze zeigen: Das geht.

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„Einkauf ist lästig“, sagt Edekaner Robert Aschoff, „das soll bei mir anders sein.“ Beginnen muss das am Parkplatz (überdacht und hell), bei der Glasfront (fürs Tageslicht) und setzt sich bei der Wandgestaltung, beim Licht, den Regalen (schwarz mit Drahtböden) und den Böden (Terrakotta-Look) fort. „Irgendwann hab' ich im Eingangsbereich auch einen italienischen Landbrunnen“, träumt der Kaufmann. Dort locken bisher Bäcker mit Café und Fleischer. Im Sortiment findet das Mittelmeer-Flair aber Grenzen: Auf Vollkornbrot oder die nordhessische Spezialität „Ahle Worscht“ (eine warm geschlachtete Rohwurst vom Schwein) darf er nicht verzichten. Bäcker, Blumenangebot und Metzger sind untervermietet. „Wer eigenverantwortlich arbeitet, macht's meist besser“, sagt Aschoff.

Fast mediterran sind die Öffnungszeiten: Bis 24 Uhr ist auf und das ab 7 Uhr. Nur die Siesta fehlt. „Die Kunden entscheiden“, sagt Aschoff. Bei der Fußball-WM 2006 weitete er die Öffnungszeiten aus. Der Nach-20-Uhr-Verkauf brachte Zusatzumsatz. Aschoffs „Einzugsgebiet“ ist die stark befahrene Frankfurter Straße, sehr viele Pendler kommen hier vorbei. Außerdem „zieht“ er Kunden aus dem nahen Wohngebiet. 25 feste Mitarbeiter beschäftigt er, mit Aushilfen kommt er auf eine Kopfzahl von 75. Die werden 2010 einen Umsatz von 13 Mio. Euro schaffen – das liegt locker um 30 Prozent über den Standortprognosen. Etwa 15 Prozent steuern Obst und Gemüse bei, 14 Prozent Molkereiprodukte, 7 Prozent Tiefkühlkost. Preislich ist Aschoff immer up-to-date, die Einstiegspreise liegen aktuell auf Aldi-Niveau. „Es ist doch kein Problem bei rund 1000 Artikeln, die der Discounter führt, wettbewerbsfähig zu sein.“Wie geht's weiter? „So ein Markt muss sich ja immer weiter entwickeln“, sagt Aschoff, eine Frischfischtheke wird irgendwann kommen und die Kaffeeabteilung soll mit Probiertheke demnächst noch größer werden.

Fakten:


  • Eröffnung: Oktober 2009
  • Verkaufsfläche: 2.000 qm
  • Lebensmittel, 800 qm flexible Mall
  • Öffnungszeiten: 7 bis 24 Uhr
  • Umsatzprognose 2010: 13 Mio. Euro
  • Wettbewerber im 2-km-Umkreis:
  • Lidl, Penny, Real, Aldi, Tegut, Netto
  • Service: Umtauschgarantie, Preisgarantie, Präsentkörbe, Einpackstation, Bringdienst (für behinderte/  ältere Kunden, nicht aktiv  forciert).

Bild 1-8

1 Feinkost: Fast wie Shop in Shop: Aschoffs Feinkost-Angebot.
2 Fleisch und Wurst: Untervermietet und im Mallbereich des Marktes platziert,
3 Wurst: Darf in Nordhessen nicht fehlen – „Ahle Wurscht“ gehört in der Region um Kassel zu jeder Brotzeit dazu. Lecker!
4 Fleischlos: Breites Angebot für Vegetarier wird in einer speziellen Platzierung präsentiert und gehört zum Standardsortiment.
5 Preise: Immer auf Augenhöhe mit der Konkurrenz – und das offensiv.
6 Parkplatz: Kein Luxus, sondern Kundenservice, die überdachten Parkmöglichkeiten erfreuen die Kunden vor und nach dem Einkauf.
7 Rationell: Drahtböden im Regal lassen Schmutz hindurchfallen, erleichtert das Reinigen.
8 Blumen: Wichtiges Sortimentsangebot bei Aschoff.

Bild 1-6


1 Wein: Mehr als Standard, Kooperation mit dem Kasseler Weinhändler Schluckspecht. Dadurch sehr hochwertige Weine im Sortiment.
2 Sortimentspflege: Monika Menne füllt Ware auf.
3 Deko: Die aufwändige Dekoration bringt mediterranes Flair in den Markt.
4 Beratung: Immer zur Stelle, Regina Otto im Gespräch mit ihrer Kundin Erika Paszint.
5 Nostalgie: Die „historische“ Waage kommt immer wieder mal zum Einsatz.
6 Stolz: Robert Aschoff will seinen Markt stets weiter entwickeln.

Zitat

Robert Aschoff Inhaber „Auch ein neuer Markt muss sich immer weiter entwickeln – darf nie stehen bleiben.“