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Blumen im Sortiment Farbe und Frische

Heidrun Mittler | 27. August 2010

Viele Kunden kaufen gern im Supermarkt Schnittblumen. Noch mehr würden zugreifen, wenn die Ware durch Frische lockt. Ergebnisse einer LP-Befragung.Schnittblumen sind für den Lebensmittelhandel ein interessantes Sortiment – allerdings muss man es ernst nehmen.

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Eine aktuelle Befragung des Marktforschungsinstitutes Innofact im Auftrag der Lebensmittel Praxis zeigt, dass 80 Prozent der Verbraucher im Supermarkt Schnittblumen einkaufen – zumindest gelegentlich. Die Online-Befragung (durchgeführt Ende April 2010 mit 543 Teilnehmern) listet u. a. die beliebtesten Einkaufsstätten für Schnittblumen auf. Ganz vorn liegt mit Abstand Aldi (44 Prozent der Antworten), dann folgen Rewe (30), Lidl (28) und Edeka (25). Auf den weiteren Plätzen liegen mit gleicher Prozentzahl Real und Kaufland (jeweils 18), danach Netto/Plus (17). Gefragt wurde im Online-Fragebogen nach den „beiden wichtigsten Supermärkten“, in denen die Probanden Schnittblumen einkaufen. Aldi ist als Blumenhändler in den Köpfen der Konsumenten fest verankert – mit seiner simplen Verkaufsmethode: Fertige Sträuße, meistens Monoware wie Tulpen oder Rosen, wenig Auswahl, zum günstigen Discountpreis, in Eimern direkt an der Kasse platziert.

Für die Vollsortimenter dürfte es schwierig sein, an dieser Position im Preiseinstieg zu rütteln. Aber es gibt viele Möglichkeiten, es anders und besser zu machen! Dazu ein weiteres Ergebnis der Befragung: 60 Prozent der Befragten geben an, bis zu 5 Euro für einen Blumenkauf auszugeben. Aber: 40 Prozent sind bereit, tiefer in die Tasche zu greifen! 37 Prozent der Probanden führen 12,50 Euro als Preislimit an, 3 Prozent geben sogar noch mehr für Schnittblumen im Supermarkt aus. Dazu passt, dass ein Drittel der Interviewten einen Strauß einkauft, um ihn zu verschenken. Weitere 4 Prozent notieren als Verwendungszweck „Dekoration im Büro oder in der Arztpraxis“. Bleiben noch 60 Prozent Schnittblumen, die von den Konsumenten für sich selbst zuhause gekauft werden – vermutlich Impulskäufe von günstigeren Gebinden, auf jeden Fall aber abhängig vom Geldbeutel der Verbraucher.

Kaufmotive: Darauf kommt es an!

Worauf kommt es an, damit der Kunde zugreift? Die Scheinwerferstudie macht deutlich, dass der Verbraucher zuerst einmal auf die Farbe der Blumen bzw. des Straußes achtet. 82 Prozent der Käufer nennen die Farbe als das wichtigste Kriterium. Und da jeder Mensch nun einmal andere Vorlieben hat, empfiehlt es sich, eine Palette von Farben anzubieten.


Zu den Anforderungen zählt natürlich auch die Frische: Die Kunden wollen sicher sein, dass die Blumen in der Vase mindestens eine Woche lang halten. Bei der Abwägung, wie intensiv man das Blumengeschäft betreibt, kann folgende Aussage helfen: 29 Prozent der Käufer im Supermarkt schätzen die Möglichkeit, einen individuellen Strauß zusammenstellen zu können. Wer das ermöglichen will (und damit dann stärker in Konkurrenz zum Fachgeschäft tritt), braucht einen Mitarbeiter, der sich auskennt, also etwa eine Floristin. Wenn das Angebot im Supermarkt stimmt, greifen die Kunden zu: Nur 17 Prozent der Befragten geben an, dass sie aus Prinzip nur im Blumenladen bzw. beim Gärtner oder Floristen einkaufen, im Umkehrschluss sind 83 Prozent bereit, ihr Geld für Blumen im Supermarkt zu lassen.