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Wanzl Interview „Retail Design ist ein wesentlicher Teil der Marken-Vermittlung“ - Modernes Vollsortiment

Sonja Plachetta | 06. Februar 2014

Händler investieren mehr Geld als früher in die Einrichtung ihrer Märkte. Wanzl-Geschäftsführer Gottfried Wanzl spricht mit der LP darüber, welche Trends es im Ladenbau und bei der Einkaufswagengestaltung gibt.

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Wie richtet man seinen Laden am besten ein, wenn man mit neuen Geschäftsmodellen wie Online-Shops konkurrieren will?
Wer das richtige Geschäfts- und Einrichtungskonzept sucht, um mit einem stationären Laden im Zeitalter des Online-Einkaufs erfolgreich zu sein, muss sich ganz genau die Kunden ansehen. Ihre Kauf- und Konsumgewohnheiten, ihren Lebensstil, ihre Vorlieben beispielsweise für regionale Ware, frische Produkte oder gesundheitsorientierte Artikel. Ein erfolgreiches Ladenkonzept muss den Kunden Antworten liefern auf ihre Fragen. Unsere Planungen sprechen den Kunden emotional an, Flächen für Kaufimpulse sind gezielt platziert, das Einkaufserlebnis und die „Einkaufs-Convenience“ sind miteinander verbunden. Unterm Strich geht es eben mehr denn je darum, den stationären Raum zu nutzen für sinnliche Erlebnisse, die der virtuelle Erlebnisraum des Internets nicht bieten kann. Wichtig sind auch Ladenöffnungszeiten und ausreichend Parkplätze.

Insofern bin ich überzeugt, dass zukünftige Konzepte im Lebensmittelhandel noch besser den Spagat schaffen müssen zwischen dem Einkauf, den man schnell und aus der Notwendigkeit heraus erledigt, und dem (Genuss-)Einkauf, für den man sich gerne etwas mehr Zeit nimmt. Deshalb sind die neuen Geschäftsmodelle wie Online-Shops, Lieferservices oder Drive-in‘s auch eher eine Ergänzung zu den gängigen Handelsformaten als ein Ersatz.

Wo sind solchen Konzepte erfolgreich umgesetzt?
Ich denke, wir haben einige sehr schöne Beispiele sowohl für den Genusseinkauf als auch für den schnellen, impulsstarken Einkauf realisiert. Einige CBA-Märkte in der Budapester Innenstadt haben wir genau auf die Klientel in den jeweiligen City-Lagen zugeschnitten. Weitere Beispiele sind der Rost-Markt im Norden Sibiriens, La Nucia in Benidorm in Spanien oder Sharjah Coop in den Emiraten. Unter den „Click-and-Brick“-Konzepten ist Arcimbo von Auchan in Frankreich interessant, weil Drive-in-Kunden im Laden speziell jene Produkte finden, die sie nicht online ordern möchten.

Bei Einkaufswagen konnte man zuletzt den Eindruck gewinnen, die Designs werden immer „künstlerischer“. Müssen Einkaufswagen immer individueller auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten werden?
„Künstlerisch“ ist in diesem Zusammenhang nicht der richtige Begriff. Einkaufswagen werden individueller und kundenbezogener, zum Beispiel bei Farbgebung oder Ausstattungsdetails. Der modulare Aufbau unseres Einkaufswagenprogramms ermöglicht es, kleine individuelle Losgrößen zu produzieren, aber auch große Liefermengen auszuliefern. Dabei haben wir ein Ziel: die Kundenwünsche stets bestens zu erfüllen.

Was präsentiert Wanzl auf der EuroShop?
Kontinuität mit neuen Ideen und Innovationen zu verbinden, ist eine der Stärken von Systemlieferant Wanzl. Weltweit kennen die Retailer Wanzl als zuverlässigen Partner mit hoher Investitionskraft, aktiver Dynamik und absolut kundenorientiertem Service. Der Messeauftritt 2014 spiegelt dieses Leistungsvermögen wider.

Was sind die wichtigsten Neuheiten für den Lebensmittelhandel?
Wir zeigen in einer sportlichen Arena mit Showcharakter das aktuelle Programm Retail Systems und Shop Solutions der Saison 2014. Das neue, modulare Backwaren-System BakeOff präsentiert sich als hochwertige Frische-Insel für den modernen Handel. In der Wanzl-Arena erleben Besucher weitere Neuheiten und Klassiker für die gesamte Retail-Branche – vom Discounter bis zum Premium-Markt. Die kreativen und innovativen Ladenbaulösungen von Wanzl sprechen alle Sinne an, und dies in einer Branchenvielfalt von Obst bis Outdoor. Außerdem stellen wir den Design Trolley, unsere neue Einkaufswagenstudie, mit einer komplett neuen und schnittigen Formensprache auf der EuroShop vor.