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Warenverkaufskunde Gewürze

Bettina Röttig | 17. Februar 2017

Das Gewürzsortiment ist mit überdurchschnittlichen Spannen für den Handel sehr lukrativ. Verbraucher bevorzugen heute immer häufiger exotische Aromen. Welche Trendsorten sind auf dem Markt, welche Aktionen vielversprechend?

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Langer Pfeffer
Der lange Pfeffer ist der älteste Pfeffer Europas. Sein Geschmack ist scharf und intensiv pfeffrig. Damit eignet er sich für Gewürzmischungen (Ras el Hanout, Melange Noir), Fisch- und Fleischgerichte. Herkunft: Indonesien (Banda- Inseln); nordöstliches Indien.

Tellicherry Pfeffer
Aus Indien stammt diese Spezialität, die kräftig, scharf und nussig schmeckt. Tellicherry Pfeffer ist zum Würzen von dunklem Fleisch sowie für Fischgerichte und dunkle Soßen ideal. Man sollte die ganzen Pfefferkörner kaufen, da die ätherischen Öle des Tellicherry Pfeffers sich sonst sehr schnell verflüchtigen.

Szechuanpfeffer
Nicht der Samen, sondern die Schale ist beim chinesischen Szechuanpfeffer der Aromaträger. Ein weiteres Merkmal der Spezialität ist ihr betäubend zitroniges Aroma, welches in keiner Weise dem typischen Pfeffergeschmack ähnelt. Damit ist er ein hervorragender Begleiter der asiatischen Küche.


Tasmanischer Bergpfeffer
Tasmanischer Bergpfeffer stammt, wie der Name verrät, aus dem australischen Tasmanien. Sein Geschmack ist süßlich, beerig und sehr scharf. Er gilt als eine der edelsten Pfefferspezialitäten und wird bevorzugt für Wild und Fleisch aller Art, sowie für Eintöpfe und Schmorgerichte verwendet.

Muntok Pfeffer
Der auch als Muntok Perle bezeichnete Pfeffer ist weltweit als bester weißer Pfeffer bekannt. Die Pfefferbeere entsteht aus den vollreif geernteten roten Beeren, deren äußere rote Schale entfernt wird. Vorwiegend eignet sich der aromatisch, scharfe Muntok Pfeffer für Saucen.

Voatsiperifery Pfeffer
Voatsiperifery Pfeffer ist eine wildwachsende, madagassische Rarität. Diese Kletterpflanze trägt erst ab einer Höhe von 10 bis 20 m Früchte. Die Jahresernte liegt bei einigen 100 kg. Der stark aromatische Stielpfeffer mit Zitrus-Noten passt gut zu Lamm, Schwein, Salat, braunen Saucen und Tomatensaucen sowie Thunfisch, Käse und Schokolade.

Piment
Piment, auch Nelkenpfeffer genannt, ist ein Myrtengewächs. Mit ihrem Geschmack nach Muskat, Pfeffer, Zimt und Gewürznelke eignet sich die getrocknete beerenähnliche Frucht für Suppen, Saucen, (Wild-)Fleisch- und Fischgerichten, Pasteten, Chutneys, Sauerkraut, Weihnachtsgebäck oder Glühwein. Herkunft: Jamaika, Mexiko, Kuba, Réunion, Honduras, Brasilien.

Habanero
Habanero Chili gehört zu den schärfsten Chili-Sorten der Welt (220.000 bis 350.000 Scoville). Die Habanero Chili gibt es in unterschiedlichen Sorten, je nach Sorte verändert sich die Farbe der anfänglich grünen Früchte in einen gelben, orangenen oder roten Farbton, auch ihre Form unterscheidet sich. Tomatensaucen, Salsas und Früchten verleiht sie ein scharfes, tropisch-fruchtiges Aroma.

Kreuzkümmel (Cumin)
Der Name leitet sich ab von dem kreuzförmigen Blattstand der Pflanze und dem kümmelähnlichen Aussehen der getrockneten Früchte. Kreuzkümmel schmeckt frisch, intensiv würzig, etwas bitter und leicht scharf. Er wird besonders in der arabischen, indischen und lateinamerikanischen Küche verwendet. Chili con Carne erhält seinen besonderen Geschmack durch Kreuzkümmel.

Schwarzkümmel
Schwarzkümmel entwickelt beim Zerreiben ein würzig, kümmelartiges Aroma. Im Geschmack ist er zu Anfang bitter und anschließend leicht scharf und würzig. Insbesondere in den Ländern des Nahen Ostens und der Türkei wird der Schwarzkümmel-Samen häufig in Verbindung mit Sesam zum Würzen von Brot verwendet. Er eignet sich zudem für Gemüse, Curry-Gerichte, Suppen, Süßspeisen sowie zur Verfeinerung von Fleisch- und Fischgerichten.

Kardamom
Kardamom zählt zu den teuersten Gewürzen. In den jeweils drei Fächern der Samenkapseln liegen nur fünf bis acht schwarz-braune Samen, die vermahlen werden. Das überaus feine und charakteristische Aroma sowie der süßliche, kräftig brennende und an Eukalyptus erinnernde Geschmack kommen hauptsächlich in der Herstellung von Brot und Backwaren, Süßspeisen, Obstspeisen und süßliche Marinaden zum Einsatz.

Ceylon Zimt
Ceylon Zimtrinden haben eine dünne Wandstärke und sind an dem Zigarren- Querschnitt eindeutig erkennbar und unterscheidbar zum Cassia Zimt. Der Cumarin-Gehalt beim Ceylon Zimt ist etwa 10 bis 100 mal niedriger verglichen mit Cassia-Ware. Der süßliche und feurigbrennende Geschmack von Ceylon Zimt dient hauptsächlich in gemahlener Form als vielfältiges Küchengewürz für süße Backwaren, Kompotte, Süßspeisen, süße Suppen, Bowlen und manche Heißgetränke.

Koriandersamen
Koriander ist eines der ältesten bekannten Gewürze. Die mildwürzigen, etwas brennenden Samen des Krautes sind Hauptbestandteil vieler Brot- und Wurstgewürzmischungen. Im Haushalt wird er zum Würzen von Lebkuchengebäck und Printen sowie für manche Soßen und Kohlgerichte gebraucht.

Tonkabohnen
Ihr besonderes süßliches Aroma entwickelt die Tonkabohne erst durch einen Fermentationsprozess, welcher das Einlegen des Kerns in Rum für einige Tage erfordert. Im Anschluss wird die Tonkabohne getrocknet und entfaltet so ihren süßlichen Duft. Tonkabohnen eignen sich besonders für Süßspeisen, wie Kuchen, Panna Cotta oder Créme brûlée. Für Desserts auf Sahne- oder Milchbasis werden die Bohnen ca. 10 min gekocht.

Cayennepfeffer
Ursprünglich auf der südamerikanischen Halbinsel Cayenne entdeckt, erhielt dieses fruchtig-scharfe Gewürz (15.000 – 30.000 Scoville) seinen etwas verwirrenden Namen. Cayennepfeffer  st nicht mit Pfeffer verwandt, sondern wird aus kleinen gelben oder roten Chilischoten hergestellt. Für Schweinefleisch, Fisch- und Tomatensuppen, Marinaden, Saucen.