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Fleisch-Star 2013 Ausbildung treibt Firmen um und an

Lebensmittel Praxis | 14. März 2013

Zum dritten Mal würdigt die LEBENSMITTEL PRAXIS mit dem Ausbildungspreis ungewöhnliche Nachwuchsgewinnungs - und förderungskonzepte.

Wieder stand der Fleisch-Star-Ausbildungspreis unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums. Ulrich Schönleiter, dort Unterabteilungsleiter und mit dem Thema Ausbildung befasst (das jüngste Werk des Fachmanns ist die Fleischermeisterverordnung), überreichte den Preisträgern die Auszeichnungen.

Nachwuchs für den Lebensmittelhandel und die Fleisch-/Wurstbranche zu finden, ist nicht leicht. Die LEBENSMITTEL PRAXIS will hier unterstützen und einen Beitrag zur Imageförderung dieser Berufszweige leisten. Sieben Sponsoren unterstützen den Preis: van Hees, Kaufland und Gießer Messer sind von Beginn an dabei, die Edeka Südwestfleisch zeigt seit zwei Jahren Flagge, und als neue Unterstützer konnten Gutfleisch, Tönnies und Metten Fleischwaren gewonnen werden. Auch in diesem Jahr wurde der Preis wieder in den Kategorien „Produktion“, „Verkauf“ sowie als „Projektpreis“ verliehen.

Kategorie Produktion

Die Kaufland-Produktionsbetriebe in Heilbronn, Osterfeld und Heiligenstadt sowie die zentrale Ausbildungsleitung agieren bei der „Traumjobfabrik“ nach dem Motto „Wir bieten nicht nur Ausbildungsplätze an, sondern verkaufen Karrieren“. Gleich mehrere Produktionsprozesse (Brühwurst, Hackfleisch und sogar Schweinezerlegung) haben die Azubis eigenständig erledigt. Gleiches gilt für die Prognose zur Beschaffung der Roh- und Hilfsstoffe, Dispo und Einkauf der Ware, Produktions- und Personaleinsatzplanung, Wareneingang, Verpackung, Qualitätskontrollen, Planung und Dispo von Warenverkehr, Auslieferung – alles unter dem Stichwort „Entwickeln durch Verantwortung“.

Kategorie Verkauf

17 Azubis der Rewe West haben drei Wochen lang eine Fleisch-, Wurst- und Käseabteilung inklusive Heißer Theke geführt. Zusätzlich machten sie Sonderverkäufe von Mettwürstchen und Brot, eine Suppen- und zwei Käseverkostungen sowie einen Bratwurstverkauf für einen guten Zweck. Auch die Dispo für alles musste selbst gemacht werden. Binnen zwei Tagen verkauften die Azubis so „nebenbei“ 2.000 Mettwürstchen. Sie produzierten auch selbst z. B. Frikadellen oder Leberkäse, und permanent backten sie Brötchen auf. Am Ende stand ein Umsatz, der verglichen zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent höher war. Und die örtliche Presse, die vorbeikam, haben sie auch mit Bravour gemeistert.

Projektpreis

Der Reinigungsspezialist Birfood und das Fleischwerk der Edeka Nord haben sich mit mehreren namhaften Lebensmittelherstellern aus dem Bereich Süß- und Backwaren sowie Cerealien zusammen getan, um einerseits ihre Attraktivität für potenzielle Azubis zu erhöhen und sich andererseits gemeinsam die Fachkräfte auszubilden, die man konkret benötigt. Während ihrer dreijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik lernen die Azubis nämlich mehrere dieser Betriebe kennen – immer für ein halbes Jahr. Dabei werden sie automatisch umfassender gefordert als bei der Ausbildung in nur einem Betrieb. Das Projekt läuft seit mehreren Jahren erfolgreich.

Bildquelle: Hoppen