Ausbilder des Jahres 2016 „Creativ Cups“ Nachmachen erwünscht! - Die Gewinner des Kreativ-Cups: Tegut

„Darauf hätten wir ja auch kommen können!“, kommentierte ein Händler die Vorstellung besonderer Projekte beim Ausbilder des Jahres.

Donnerstag, 20. Oktober 2016 - Rückblick
Heidrun Mittler
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Tegut

Ein Engel sein

Mit einem karitativen Projekt ist die Tegut-Zentrale in Fulda auf dem Treppchen gelandet. Das Projekt trägt den Namen „ein Engel sein“. Gestartet wurde es 2015, als vier Lernende (so heißen die Azubis bei Tegut) aus der Zentrale einen Beitrag zur Flüchtlingskrise leisten wollten. Sie organisierten eine Kleiderspende und fuhren die Kleidung mit einem Transporter selbst zu einer großen Flüchtlingsunterkunft in Fulda. Diese persönliche Erfahrung hat die Lernenden bewegt und den Wunsch geweckt, mehr tun zu wollen. Gemeinsam mit ihrem Betreuer Bernhard Vey hat die Gruppe überlegt, welche weiteren Hilfsangebote sinnvoll und umsetzbar sind. Das Ergebnis: Die Auszubildenden haben sich über mehrere Monate alle zwei Wochen (konkret nach der Berufsschule) getroffen und etwas unternommen. Das Angebot war breit, es reichte von der Hausaufgabenbetreuung über gemeinsames Basteln zum Muttertag und Ostereier-Bemalen über eine Stadtführung bis zu einem Besuch eines Tegut-Supermarktes mit anschließendem Eisessen. Das Projekt kam so gut an, dass es in diesem Jahr von weiteren Lernenden fortgeführt werden soll.

Und woher hat das Projekt seinen Namen? Die Idee stammt von der letztjährigen Weihnachtsfeier, die von den Azubis gestaltet wurde. Damals sind sie der Frage nachgegangen, wie und wo sie Engel sein könnten. In einem Krippenspiel haben sie auf die Flüchtlingssituation vor 2000 Jahren aufmerksam gemacht und an die Migration nach dem zweiten Weltkrieg erinnert. Geschäftsführer Thomas Gutberlet bekam bei dieser Gelegenheit übrigens einen eigenen Schutzengel überreicht. Die Philosophie, dass ein Jeder nach seinen Kräften helfen kann, gab den Ausschlag für den Projektnamen.