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Milchalternativen Eher Ergänzung als Ersatz

Lebensmittel Praxis | 16. Juni 2020

Bildquelle: Getty Images

Pflanzliche Milchalternativen machen sich in den Regalen im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel breit. Eine repräsentative Umfrage (2.000 Befragte) von YouGove im Auftrag von TÜV SÜD zeigt, dass vor allem jüngere Verbraucher aufgeschlossen sind für pflanzliche Produkte, die als Alternativen für Milch oder als Ergänzung im Speiseplan konsumiert werden.

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Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) konsumiert aktuell keine pflanzlichen Alternativen zu Milch und Milchprodukten. 29 Prozent tun dies gelegentlich oder häufig (9 Prozent), aber nur 4 Prozent geben an, Kuhmilch derzeit vollständig durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen. Am beliebtesten sind pflanzliche Milchalternativen auf Basis von Mandeln (54 Prozent), Hafer (48 Prozent) und Soja (43 Prozent). Verbraucher, die bereits heute pflanzliche Milchalternativen nutzen und ihren Konsum künftig noch ausweiten wollen, nennen dafür an erster Stelle gesundheitliche Gründe (57 Prozent) sowie ökologische (46 Prozent) und ethische (28 Prozent) Motive.

Zwei Drittel (62 Prozent) aller Befragten gaben an, auch in Zukunft den Konsum an pflanzlichen Milchalternativen nicht steigern zu wollen. Unter den 18– bis 24-jährigen ist die Bereitschaft, künftig mehr pflanzliche Milchalternativen zu konsumieren am größten, fast jeder Zweite (48 Prozent) plant dies. Von allen Befragten gab jeder Vierte (25 %) an, den Konsum pflanzlicher Milchalternativen künftig steigern zu wollen, dabei aber weiterhin auch Milch und Milchprodukte aus Kuhmilch zu verzehren. Nur ein kleiner Teil von 5 Prozent der Verbraucher plant künftig, komplett auf Kuhmilchprodukte zu verzichten. Für die jüngere Generation sind die gesundheitlichen Gründe weniger ausschlaggebend als für die älteren Befragten. Ökologische Gründe werden bei Personen unter 34 Jahren am häufigsten unter allen Altersgruppen angegeben.

Diese Begründung verliert mit steigendem Durchschnittsalter immer mehr an Bedeutung. Unabhängig vom Alter der Befragten zeigt sich, dass die neuen pflanzenbasierten Alternativen das vorhandene Angebot aus Kuhmilch zwar ergänzen, aber bei weitem nicht ersetzen. Dies gilt sowohl für den aktuellen als auch für den geplanten Konsum.