Tabak-Werbeverbot Klöckner will verschärfen

Julia Klöckner (CDU, Foto), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, schaltet sich vehement in die Debatte um ein Tabak-Werbeverbot ein. „Ob Filter- oder E-Zigarette: Alle derartigen Produkte, in denen Nikotin enthalten ist, sollten meiner persönlichen Meinung nach nicht mehr beworben werden dürfen. Weder auf Plakatwänden noch im Kino“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland der Verlagsgruppe Madsack.

Dienstag, 16. Juli 2019, 10:04 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: BMEL

Mit ihrer Forderung, die Werbeverbote auch auf Kino-Werbung und tabak-haltige E-Zigaretten auszuweiten, gehe die Ministerin sogar noch einen Schritt weiter als andere Vertreter der CDU, meldet der Newsletter des Tabakwareneinzelhandels, BTWE Chef-Info. Diese wollten zumindest Werbung vor Kinofilmen ab 18 weiter erlauben. Offen ist zudem, ob nur klassische Tabakprodukte einbezogen werden sollen. Die SPD fordert dies auch für E-Zigaretten.

Klöckner plädiert für ein Werbeverbot für E-Zigaretten, die Nikotin enthalten. „Der Anteil mag teilweise geringer sein, gesundheitsschädlich ist er nach wie vor“, so die Ministerin. Zu Argumenten, E-Zigaretten könnten Raucher zum Ausstieg bewegen, sagte sie: „Sie können aber auch zum Einstieg motivieren.“

Die Koalitionsparteien sprechen derzeit über eine gemeinsame Gesetzesinitiative zu einer Ausweitung der Tabak-Werbeverbote. In die Debatte ist Bewegung gekommen, nachdem die Union ihren generellen Widerstand gegen eine Ausweitung der Tabak-Werbeverbote aufgegeben hatte. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich grundsätzlich für eine Verschärfung der Verbote ausgesprochen.

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