Vorstandschef Georg Thaller gibt zu, dass nach dem Verkauf der Badsparte in diesem Jahr die "Kriegskasse" ganz gut gefüllt sei. Im europäischen Ausland werde gesucht, weil es wohl künftig vor allem dort und in außereuropäischen Ländern Wachstumspotenzial gebe. Thaller legt allerdings Wert darauf, dass die Gespräche noch nicht zu Verhandlungen geführt hätten, noch sondiere man.
Thaller sieht Leifheit gut aufgestellt. Zwar liege der konsolidierte Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2010 nur um 1 Mio. Euro höher als im Vorjahr, jetzt 154 Mio. Euro. Dafür sei das Ergebnis in den ersten drei Quartalen deutlich besser. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 6,4 Mio. Euro deutlich über dem um den mittlerweile veräußerten Badbereich bereinigten Vorjahreswert (1,2 Mio.). Bis zum Jahresende 2010 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzvolumen, das leicht über dem der vergleichbaren Segmente im Vorjahr liegen wird.
Während die Marke Leifheit mit Reinigungs- und Trocknungsprodukten sowie Bügelhilfen oder Dr. Oetker Backgeräten recht gut dastehe, räumt Thaller bei der Waagenmarke Soehnle ein: „Unser Sorgenkind". Der Waagenmarkt sei rückläufig, deshalb bringe man eine neue Produktgruppe namens „Relax" unter der Marke. Unter der Range sollen Wellness-Geräte angeboten werden. Für 2011 gibt Thaller die Marschroute klar in Richtung Wachstum vor: Sortimentsoptimierung, Margensteigerung und Innovationen sollen dazu beitragen.
Allenfalls am Rande störend wirkt da der „Zitronen-Oskar", den die Gewerkschaft IG Metall jährlich vergibt, in 2010 an die Leifheit AG als einer der „Betriebe, die offensichtlich nicht das Gemeinwohl beachten, die offensichtlich ihre Beschäftigten nicht an Wohlstandsmehrung teilhaben lassen, die offensichtlich mit der Angst der Beschäftigten Arbeitsbedingungen verschlechtern". Starker Tobak.
Leifheit Suche nach Übernahmekandidaten
Die Nassauer Leifheit AG, Anbieter von Haushaltswaren, führt Gespräche mit möglichen Übernahmekandidaten im europäischen Ausland.
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