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Eiscreme Wetter vermiest Bilanz

Lebensmittel Praxis | 22. Mai 2014

Der kalte Frühling hat im vergangenen Jahr die Lust auf Eis gedämpft. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Bundesbürger sank 2013 von 7,9 auf 7,8 l Speiseeis. Vor allem in Freibädern und Cafés ging der Konsum zurück. Im LEH waren die kleinen Haushaltspackungen gefragt (bis 500 ml).

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Dominiert wurde der Eismarkt von den industriellen Herstellern wie etwa Langnese oder Mövenpick, die nach den Zahlen des Eis-Info-Service insgesamt 509,4 Mio. l Speiseeis in Deutschland absetzten und damit mehr als 80 Prozent des Marktes auf sich vereinigten. Sie lagen damit auf Vorjahresniveau (2012: 509,3 Mio. l). Beim Umsatz legte die Branche um 1,2 Prozent von 1,97 Mrd. auf 1,99 Mrd. Euro zu.

Im LEH stieg die Nachfrage nach Eis in Haushaltspackungen spürbar an: Insgesamt gaben die Verbraucher für Eis aus der Tiefkühltruhe 1,99 Mrd. Euro aus, 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Absatzstärkstes Segment mit 230,2 Mio. l (+1,1 Prozent) waren 2013 unverändert die Haushaltspackungen, gefolgt von den Multipackungen mit 208,1 Mio. l (+0,9 Prozent).

Eine besonders positive Entwicklung bei den Haushaltspackungen war im LEH bei den kleineren Gebinden mit einem Volumen bis zu 500 ml zu verzeichnen. Die in dieser Verpackungsgröße verkaufte Eismenge hat im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel zugelegt. Das Impulseis (Menge -3,3 Prozent) und das von den Markeneisherstellern für die Gastronomie produzierte Speiseeis (Menge -8,2 Prozent) konnte 2013 bei der positiven Entwicklung von Haus- und Multipackungen nicht mithalten. Hier machte sich das schlechte Wetter im Frühling und Frühsommer besonders bemerkbar.