Vorhergesagt Warum Eis-Croissants, Mini-Pizzen und Wackeleis zum Social-Media-Hype werden

Hintergrund

Social-Media-Trends beeinflussen das Geschäft immer stärker. Welche Hypes das Potenzial haben, Sortimente zu verändern.

Donnerstag, 03. September 2026, 07:40 Uhr
Lina Arnold
Essen wird zu Entertainment. Bildquelle: Screenshots

Eis am Stiel? Eis im Croissant!

Eis darf natürlich bei heißen Temperaturen nicht fehlen – doch das allein wäre ja zu langweilig! Auf Social Media haben die Leute also angefangen, Croissants auszuhöhlen und das liebste Stieleis einfach hineinzustecken. Sie drehten den Stiel, zogen ihn raus und drückten das Croissant einmal platt –so entsteht der perfekte, süße, knusprige, aber erfrischende Sommersnack.

Und diesen Genuss können Marken und Märkte gleichermaßen aufgreifen: Croissant und Eis einfach beieinander platzieren, eine Mini-Anleitung dazu oder, wie beim Lidl-Döner-Croissant, einfach eine vorgefertigte Packung mit Croissants zum Aufbacken und Stieleis zum Reinstecken. So wird aus zwei beliebten Produkten mit wenigen Handgriffen ein ganz neuer Snack. Diesen Trend sollten sich Märkte im Sommer nicht entgehen lassen.

Mini-Pizzen

Nachdem vor einigen Monaten bereits die Mini-Burger-Box von Burger King getrendet ist, kommt nun der nächste Hype um die Miniaturversion eines Food-Klassikers. Immer öfter sieht man Pizzerien, die Mini-Pizzen anbieten. Die Einführung von Mini-Versionen ist ein weitreichender Trend, den Food-Marken aufgreifen, um das Bedürfnis der Konsumenten nach einer größeren Auswahl zu stillen. Mehrere Sorten von einem Produkt zu haben, ist nicht nur gut, um selbst verschiedene Geschmäcker zu testen, sondern auch, um sie mit seinem Liebsten zu teilen. Verkleinerte Produkte funktionierten bereits beim Eis-Klassiker Magnum hervorragend.

Essen ist immer auch Lebensgefühl – Marken und Märkte könnten also bewusst Produkte entwickeln oder inszenieren, um sie als gruppentauglich oder für jene attraktiv zu gestalten, die eben gerne viele verschiedene Geschmäcker testen möchten. Gerade die Kombination aus kleiner Größe und mehreren Varianten macht Produkte dabei besonders interessant für Social Media.

Neues Wackeleis

Der dritte Trend kommt aus dem Kühlregal: das neue Wackeleis von Kaufland. Im Grunde nichts anderes als Wackelpudding am Stiel – allerdings aus der Tiefkühltruhe. Besonders spannend daran ist vor allem die Aufmachung, denn Essen wird zunehmend auch zum Entertainment. Marken designen Produkte gezielt so, dass Creators sie auf Social Media inszenieren können. Das Wackeleis an sich erfindet das Rad nicht neu, allerdings ist die Konsistenz des Eises so einzigartig, dass sie auf Social Media von etlichen Creators gefeiert wird.

Gerade solche Produkte zeigen, dass nicht immer ein komplett neues Konzept nötig ist, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Insbesondere Snacks lassen sich aufmerksamkeitsstark inszenieren und erzeugen so einen regelrechten Hype. Für Märkte besteht hier die Möglichkeit, Produkte anhand ihrer Präsenz auszuwählen, um maximale Aufmerksamkeit für das Sortiment zu generieren. Marken sollten Produkte herstellen, die das Potenzial haben, viral zu gehen. Wie sie dabei vorgehen sollten, zeigt sich vor allem, wenn Marken ihrer Community zuhören und herausfinden, welche Trigger bei ihr wirken.

Die LP-Kolumnistin Lina Arnold ist CEO von Joli und Expertin für Food-Trends und Konsumverhalten. Mit viel Gespür und Einblick in große Datenbanken zeigt sie, welche Trends den Lebensmittelhandel beeinflussen und wie Marken davon profitieren. Social Media Agentur | TikTok Agentur – Joli

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