Europa Arla verzeichnet Absatzrückgang bei Markenprodukten

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla meldet für das erste Halbjahr 2025 einen Rückgang beim Absatz ihrer Markenprodukte um 1,5 Prozent. Besonders betroffen sind Butter und Streichfette. Die Lizenzmarke Starbucks wächst dagegen um 17,4 Prozent.

Donnerstag, 28. August 2025, 09:00 Uhr
Lebensmittel Praxis
Die europäische Molkereigenossenschaft Arla hat im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatzrückgang bei ihren Markenprodukten verzeichnet. Der mengenbasierte Absatz der Markenprodukte sank um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als Grund nannte Arla die Zurückhaltung der Verbraucher angesichts höherer Preise und wirtschaftlicher Unsicherheit. Bildquelle: Arla Foods

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla hat im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatzrückgang bei ihren Markenprodukten verzeichnet. Der mengenbasierte Absatz der Markenprodukte sank um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Als Grund nannte Arla die Zurückhaltung der Verbraucher angesichts höherer Preise und wirtschaftlicher Unsicherheit.

Gesamtumsatz von 7,5 Milliarden Euro in erster Jahreshälfte

Der Gesamtumsatz der Molkereigenossenschaft belief sich in den ersten sechs Monaten auf 7,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn lag bei 158 Millionen Euro. Den Milchleistungspreis, der die Wertschöpfung pro Kilogramm Milch der Genossenschaftsmitglieder misst, bezifferte Arla auf 57,5 Cent pro Kilogramm. In Deutschland zahlte das Unternehmen seinen Landwirten für konventionelle Milch durchschnittlich 55,4 Cent pro Kilogramm.

Besonders stark war der Absatzrückgang in der Kategorie Butter, Streichfette und Margarine mit einem Minus von 8,3 Prozent. Davon waren vor allem die Märkte in Schweden und Großbritannien betroffen. Wachstum verzeichnete Arla dagegen bei Skyr-Produkten und Milchgetränken. Die Lizenzmarke Starbucks legte beim mengenbasierten Umsatz um 17,4 Prozent zu.

Gesamtjahresumsatz von bis zu 15,2 Milliarden Euro prognostiziert

Für das Gesamtjahr 2025 rechnet Arla mit einer Verbesserung des Absatzes im Markengeschäft. Das Unternehmen hob seine Prognose für das mengenbasierte Umsatzwachstum im Markengeschäft auf minus 0,5 bis plus 0,5 Prozent an. Den Gesamtumsatz erwartet Arla bei 14,7 bis 15,2 Milliarden Euro.

Im Juni 2025 stimmten die Gremien von Arla und der DMK Group einem Fusionsplan zu. Die angestrebte Fusion der beiden Molkereigenossenschaften soll in der ersten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen sein, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.