Der Lebensmittelhersteller Veganz und der kanadische Agrar- und Lebensmittelkonzern Lassonde Industries starten gemeinsam ein dreimonatiges Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Ziel ist es, die Mililk-Technologie von Veganz für die Anwendung in drei Getränkekategorien anzupassen: Säfte, Smoothies und sogenannte „Better-for-you“-Getränke.
Die Mililk-Technologie basiert auf einem 2D-Druckverfahren, bei dem flüssige oder pulverförmige Bestandteile Schicht für Schicht zu einem trinkfertigen Produkt verarbeitet werden. Die Produkte benötigen keine Kühlung und sind laut Veganz bis zu 85 Prozent leichter und platzsparender als herkömmlich hergestellte Waren. Der Verpackungsbedarf kann um bis zu 94 Prozent reduziert werden, die CO₂-Emissionen um bis zu 90 Prozent. Außerdem erlaubt das Verfahren die flexible Gestaltung von Form und Dicke der Produkte.
Die Kooperation erfolgt im Rahmen eines Entwicklungsauftrags, für den Lassonde Industries Veganz vergütet. Lassonde erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 2,6 Milliarden Kanadischen Dollar, das entspricht etwa 1,76 Milliarden Euro.
Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Mordor Intelligence wird der globale Markt für Säfte im Jahr 2025 ein Volumen von 142,1 Milliarden US-Dollar (rund 131,6 Mrd. Euro) erreichen. Bis 2030 soll dieser auf 168,4 Milliarden US-Dollar (etwa 156 Mrd. Euro) anwachsen. Der Smoothie-Markt soll demnach im gleichen Zeitraum von 5,48 Milliarden US-Dollar (rund 5,1 Mrd. Euro) auf 7,88 Milliarden US-Dollar (etwa 7,3 Mrd. Euro) steigen. In beiden Segmenten gilt Nordamerika als wichtigster Absatzmarkt.
Auch im Bereich funktioneller „Better-for-you“-Getränke wird mit Wachstum gerechnet. Das weltweite Marktvolumen soll bis 2034 auf 484,0 Millionen US-Dollar (rund 448 Mio. Euro) steigen. Für Nordamerika wird dabei ein Anteil von 24,3 Prozent erwartet.