Der Spirituosenkonzern Diageo hat ein Kostensenkungsprogramm im Umfang von 500 Millionen Dollar (443 Millionen Euro) angekündigt. Das Unternehmen will damit ab dem Geschäftsjahr 2025/26 einen freien Cashflow von etwa 3 Milliarden Dollar (2,66 Milliarden Euro) pro Jahr erwirtschaften. „Wir führen die erste Phase unseres Accelerate-Programms ein“, erklärte Vorstandschefin Debra Crew.
US-Zölle setzen dem Konzern zu
Die kürzlich eingeführten US-Zölle auf Spirituosen belasten den Konzern. Die Zölle von 10 Prozent auf britische und europäische Importe in die USA werden sich nach Angaben des Unternehmens schätzungsweise mit etwa 150 Millionen Dollar (133 Millionen Euro) pro Jahr auf das Ergebnis auswirken. Das gilt nur, solange sich die Zölle nicht ändern und solange Mexiko und Kanada von den Importzöllen auf Spirituosen in die USA ausgenommen bleiben. Diageo erwartet, etwa die Hälfte der Belastung ausgleichen zu können. Die Zölle zwischen den USA und China hätten dagegen keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft, teilte das Unternehmen mit.
Höheres Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte erwartet
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 steigerte Diageo den Nettoumsatz um 5,9 Prozent. Der berichtete Nettoumsatz wuchs um 2,9 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar (3,9 Mrd. Euro). Das Wachstum profitierte nach Angaben des Unternehmens von zeitlichen Verschiebungen. Diese hätten etwa 4 Prozent zum Umsatzwachstum beigetragen. Die Effekte würden sich im vierten Quartal wieder umkehren, so Diageo.
Für das Gesamtjahr 2024/25 erwartet Diageo ein höheres Umsatzwachstums in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zur ersten. Beim operativen Gewinn rechnet das Unternehmen hingegen mit einem leichten Rückgang in der zweiten Jahreshälfte. Dieser werde in etwa dem Rückgang der ersten Jahreshälfte entsprechen, prognostiziert der Konzern.